S&T schliesst frühere deutsche IMG-Niederlassung

12. Januar 2011, 11:10
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Schweizer Standort bleibt "wichtig", heisst es aus Wien.


Schweizer Standort bleibt "wichtig", heisst es aus Wien.
Der immer noch Verluste schreibende österreichische Consulter und Systemintegrator S&T hat Anfang Woche den Rückzug aus dem deutschen Consulting-Markt bekannt gegeben. "Die Stilllegung in Deutschland ist ein Teil des umfassenden Restrukturierungsprogramms der S&T", wird Vorstandssprecher Martin Bergler in der Mitteilung zitiert. Er betont, dass "alle Optionen eingehend geprüft wurden" und dieser Schritt "wichtig und richtig" sei.
Für die Kunden in Deutschland werde man individuelle Lösungen erarbeiten, heisst es bei S&T. Zum Schicksal der Mitarbeitenden steht in der Mitteilung aber nichts geschrieben. Deutsche und österreichische Medien berichten von 45 betroffenen Angestellten. Der Rückzug aus Deutschland soll noch im ersten Halbjahr 2011 abgeschlossen werden.
S&T befindet sich nun schon seit längerem in einer Krise, vor allem in den deutschsprachigen Ländern. In der Schweiz wurde letztes Jahr die renommierte Marke "IMG" praktisch fallen gelassen. S&T hatte den St. Galler Consulter IMG 2007 übernommen. Die nun geschlossene deutsche S&T-Gesellschaft war früher eine IMG-Niederlassung. Eine Unternehmenssprecherin betonte auf Anfrage, der Standort Schweiz sei weiterhin "wichtig", genauso wie der österreichische. Zwar laufe ein Restrukturierungsprogramm, doch bestünden aktuell keine Pläne für einen Rückzug aus der Schweiz. Mittlerweile beschäftigt S&T hierzulande nur noch 35 Personen. (Maurizio Minetti)

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