S&T spürt die Krise

11. Februar 2009, 17:24
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Umsatz stagniert, Gewinn sinkt. Unsicherheit um Grossaktionär.

Umsatz stagniert, Gewinn sinkt. Unsicherheit um Grossaktionär.
Der paneuropäische IT-Dienstleister S&T, der vor zwei Jahren den grossen SAP-Berater IMG übernommen hatte, spürt die Krise. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz gemäss vorläufigen Zahlen leicht auf 512 Millionen Euro. Der Gewinn auf EBIT-Stufe fiel von 13 auf 9,1 Millionen Euro. Als Lichtblick bezeichnete die S&T-Chefetage an einer Medienveranstaltung in Wien, dass sich der Anteil an höherwertigen Dienstleistungen am Gesamtgeschäft erhöht habe.
Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres war die Krise in den S&T-Zahlen noch besser sichtbar. Der Umsatz sank von 170 im Vorjahr auf 150 Millionen Euro, der Gewinn auf EBITDA-Stufe von 6,9 auf 4,1 Millionen Euro.
Interessant scheinen uns eine Bemerkung von S&T-Finanzchef Martin Bergler zur Nachrichtenagentur APA. Er sagte, S&T sei mittelfristig solide finanziert und der grosse Systemintegrator habe "das Schreckgespenst Liquidität durchaus im Griff."
Unklare Besitzverhältnisse
Unklar sind zur Zeit die Besitzverhältnisse um S&T. Die umtrittene Kärntner Beteiligungsgesellschaft AvW hatte im Dezember die Beteiligung auf 38 Prozent aufgestockt und sollte nun, da sie über Optionen eine bestimmte Schwelle überschritten hat, ein öffentliches Übernahmeangebot machen. AvW bestreitet diesen Umstand allerdings.
Nun ist S&T gemäss Berichten in der österreichischen Finanzpresse zu einem Fall für die österreichischen Behörden (Übernahmekommission, Finanzmarktaufsicht und die Wiener Börse, wo S&T kotiert ist) geworden. S&T-Chef Christian Rosner sagte gemäss APA, er hoffe, dass bald wieder "eine klare Aktionärsstruktur" zustande kämen. (Christoph Hugenschmidt)

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