SaaS-Anbieter Asana wächst kräftig

17. August 2020, 12:11
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Asana, ein Anbieter von Projektmanagement-Software, erwartet für 2020 ein markantes Umsatzplus und steht offenbar kurz vor dem Börsengang.

Die amerikanische SaaS-Firma Asana prognostiziere für dieses Jahr einen Umsatzanstieg von 66%. Das Wachstum beim Anbieter von Projektmanagement-Tools sei auch auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und die vermehrte Arbeit im Homeoffice zurückzuführen, schreibt 'The Information' mit Berufung auf Prognosen, die das Unternehmen seinen Investoren gegeben hat.
Demnach erwartet der 2009 gegründete Softwareanbieter für das laufende Jahr einen Umsatz von 236 Millionen Dollar, im Vergleich zu 124 Millionen Dollar im Jahr 2019. Für das nächste Jahr rechnet Asana mit einem Umsatzwachstum um rund 50% auf 355 Millionen Dollar. Mit den Einnahmen stiegen auch die Ausgaben beim Softwareanbieter. Insbesondere Investitionen im Bereich des Kundendienstes würden die Kosten in die Höhe treiben, so der Bericht.
Per Ende letzten Jahres zählte Asana 75'000 zahlende Kunden. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl während der Pandemie gestiegen ist. Aktuelle Kundenzahlen liegen aber keine vor. Gemäss 'Crunchbase' verfügt das Unternehmen über eine Gesamtfinanzierung von über 200 Millionen Dollar, wobei die jüngste Aufstockung eine Series-E-Finanzierungsrunde über 50 Millionen Dollar Ende 2018 war. Damals wurde Asana mit 1,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Zu den Investoren gehören Generation Investment, 8VC, Benchmark Capital und Founders Fund.
Laut 'The Information' will Asana, das von Facebook Co-Founder Dustin Moskovitz mit Justin Rosenstein gegründet wurde, in den nächsten Monaten an die Börse. Dabei strebe die Firma wie bereits Slack und Spotify eine direkte Kotierung an. Auf Anfrage des US-Magazins (Paywall) wollte sich das Unternehmen nicht zu diesen Plänen äussern. 

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