SaaS hat sich beim ERP noch nicht durchgesetzt

13. Januar 2020, 14:39
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Bei traditioneller Business-Software wächst der SaaS-Anteil stark, auch dank neuen Playern. Eine Ausnahme bildet ERP.

Der weltweite Markt für Business-Software ist 2019 auf über 445 Milliarden Dollar angewachsen, schreibt der Marktforscher Synergy. Der Anteil von Software-as-a-Service beläuft sich demnach auf fast ein Viertel. Damit wachse der SaaS-Umsatz jährlich um durchschnittlich 39 Prozent und habe 2019 Jahr ein Volumen von 101 Milliarden Dollar erreicht.
Während der SaaS-Anteil bei Business-Software im Jahr 2009 erst 2% ausmachte, wuchs er vergangenes Jahr auf 23% an. SaaS habe sich in allen wichtigen Software-Anwendungsbereichen durchgesetzt. Die grössten seien Collaboration, CRM und Personalmanagement (HCM), wobei Collaboration und HCM die grössten Wachstumsraten aufweisen würden. Im Gegensatz dazu sei ERP eines der grössten Segmente des Business-Softwaremarktes, in dem SaaS noch relativ wenig durchgedrungen sei, so Synergy. Eine Begründung hierfür liefern die Marktforscher nicht.
"Der Kauf von SaaS-Versionen von Software ist in den letzten zehn Jahren für Unternehmen immer attraktiver geworden, dank dramatischer Verbesserungen der Hosting-Fähigkeiten, flexiblerer Wirtschaftlichkeit und höherem Komfort bei der Umstellung auf ein Cloud-basiertes Betriebsmodell", sagt Chef-Analyst John Dinsdale in der Synergy-Mitteilung. Ausserdem habe der Markteintritt von Cloud-only-Anbietern den SaaS-Markt angetrieben. In den frühen Tagen, so Dinsdale, sei Salesforce das SaaS-Vorzeigekind gewesen. Aber im vergangenen Jahrzehnt sei eine Reihe von neuen SaaS-Anbietern in den Markt gedrungen, darunter Workday, ServiceNow, Atlassian, Splunk oder Cloudera. "Diese Neueinsteiger haben die traditionellen Softwareanbieter veranlasst, SaaS stärker zu forcieren, als dass sie es sonst getan hätten", glaubt der Synergy-Analyst.

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