SaaS weiter auf dem Vormarsch

15. Dezember 2010, 13:40
  • business-software
  • saas
  • gartner
image

Nach Auskunft des Marktforschers Gartner legen die weltweiten Umsätze mit Software as a Services (SaaS) für Unternehmensanwendungen weiter zu.

Nach Auskunft des Marktforschers Gartner legen die weltweiten Umsätze mit Software as a Services (SaaS) für Unternehmensanwendungen weiter zu. Im Jahr 2010 werden mit SaaS voraussichtlich 9,2 Milliarden Dollar umgesetzt. Damit werden die SaaS-Umsätze von 7,9 Milliarden Dollar im Vorjahr um 15,7 Prozent übertroffen, schreibt Gartner. Für 2011 prognostizieren die Marktforscher ein noch stärkeres Wachstum: Es werde auf 10,7 Milliarden Dollar oder 16,2 Prozent gegenüber den Umsätzen von 2010 zunehmen.
Gartner definiert SaaS als Software, die nicht im eigenen Besitz eines Unternehmens ist, sondern von Dienstleistern geliefert und von einem oder mehreren Anbietern verwaltet wird. Abgerechnet wird auf der Pay-for-Use-Basis oder im Abonnement. Die grösste Bedeutung für SaaS-Lösungen kommen laut Gartner dem CCC (Content, Communication & Collaboration) zu, wo rund 2,9 Milliarden Dollar 2010 umgesetzt wurden. Auf Platz zwei liegt CRM (Customer Relationship Management) mit einem Umsatz von 2,6 Milliarden Dollar. Gartner schätzt, dass 75 Prozent der aktuellen SaaS-Einnahmen als Cloud-Service bezogen werden. Wenn die SaaS-Modelle noch reifer werden und stärker mit Cloud-Services-Modellen konvergieren, könnte der SaaS-Anteil bis 2014 die Grenze von 90 Prozent übersteigen, meinen die Marktforscher.
"Anfängliche Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Reaktionszeiten und Service-Verfügbarkeit haben abgenommen", sagte Sharon Mertz, Research Director bei Gartner. Das On-Demand-System habe sich zudem weiterentwickelt und generiere heute zusätzliches Geschäft unter anderem mit Technologie-Dienstleistungen, mehr vertikalen Funktionen und einer stärkeren Gemeinschaft von Partnern und Kunden. In den letzten 12 bis 18 Monaten habe man zudem eine Verschiebung darin festgestellt, wie SaaS verkauft, genutzt und bei Verkäufern und Käufern wahrgenommen werde. Zunehmend würde das Management in die Kaufentscheidung einbezogen und die IT in den Kaufprozess einbezogen. Durch die immer mehr wachsende Community wachse die Präsenz von SaaS. Ausserdem seien inzwischen auch höhere Anforderung für die der SaaS nachgelagerte Integration der Prozesse ins Enterprise Business festgestellt worden.
Weitere Verschiebungen zeigen sich dort, wo immer mehr Unternehmen und Organisationen mit einer Vielzahl von SaaS-Anwendungen von unterschiedlichen Herstellern arbeiten. SaaS-Implementierungen würden zudem immer umfangreicher und erreichen heute Installationen mit zehntausenden von Nutzern. Schliesslich habe man festgestellt, dass verstärkt auch Online-Medien und Social-Software in SaaS-Lösungen integriert werden. (vri)

Loading

Mehr zum Thema

image

Pendel schlägt zurück – jetzt drohen Chip-Überkapazitäten

Noch herrschen Lieferschwierigkeiten. Die Auguren der IT-Industrie melden aber, dass sich die aktuelle Chip-Knappheit schon 2023 in Überkapazitäten verwandeln könnte.

publiziert am 13.5.2022
image

"Komplexes Systemversagen": Slack erklärt Ausfall

Der Collaboration-Dienst fiel Ende Februar aus. Der Anbieter schildert nun das "kaskadenartige Szenario".

publiziert am 29.4.2022
image

Gartner senkt IT-Wachstumsprognose

Für 2022 rechnet der Marktforscher immer noch mit IT-Ausgaben von 4,4 Billionen Dollar. Doch für CIOs wird ein unruhiges Jahr erwartet.

publiziert am 7.4.2022
image

Infoniqa erweitert Management

Der Spezialist für Business-Software ernennt einen neuen COO, CTO und CPO. Als CPO wird Hans-Jürgen Wels auch für die Strategie in der Schweiz verantwortlich sein.

publiziert am 16.3.2022