Säbelrasseln nach Sony-Hack

22. Dezember 2014, 12:57
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Der Angriff auf das Filmstudio Sony wirft hohe Wellen. Der Fall beschäftigt nun auch die Politik.

Der Angriff auf das Filmstudio Sony wirft hohe Wellen. Der Fall beschäftigt nun auch die Politik.
Die USA wollen herausgefunden haben, dass Nordkorea hinter dem Hackerangriff steckt. Aussenminister John Kerry sprach am Freitagabend von einer bislang einmaligen und provozierenden Attacke. Präsident Barack Obama kündigte Konsequenzen an.
Die USA haben der 'New York Times' zufolge China um Hilfe gebeten, um künftige nordkoreanische Cyberattacken zu blockieren. Eine Zusammenarbeit mit China habe entscheidende Bedeutung, weil praktisch die gesamte Telekommunikation Nordkoreas über von China betriebene Netzwerke laufe. Heute liess China verlauten, dass sie internationale Cyberattacken verurteilen.
Nordkorea aber streitet die ihm angelastete Cyber-Attacke ab, warf den USA Verleumdung vor und forderte eine gemeinsame Untersuchung. Sollten die USA Massnahmen gegen Nordkorea ergreifen, folge ein militärischer Angriff auf US-Boden, drohte die Nationale Verteidigungskomission am Sonntag. Pjöngjang könne seine Unschuld beweisen.
Sichere Verlierer: Sony
Klar ist: Für Sony ist der Fall desaströs. Als viele Kinobetreiber nach Drohungen den Film nicht zeigen wollten, stoppte der Konzern den Kinostart von "The Interview".
Sony verliert nicht nur die Filmproduktionskosten, die bei 44 Millionen Dollar gelegen haben sollen. Sondern auch das Budget für eine gross angesetzte Werbekampagne vor Weihnachten, das sich auf 30 Millionen Dollar belaufen soll.
Der Rückzug des Filmes wird von vielen als Einknicken gewertet - also folgt für Sony zudem ein Imageverlust. Auch Obama sagte: "Wir können nicht in einer Gesellschaft leben, in der irgendein Diktator irgendwo anfängt, in den USA Zensur auszuüben." (sda/lvb)

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