SAF wird mit SAP Schweiz fusioniert

15. Juli 2011, 15:18
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Offenbar keine Entlassungen.

Offenbar keine Entlassungen.
Knapp zwei Jahre nach der Übernahme des Thurgauer Softwareherstellers SAF durch SAP will der deutsche ERP-Riese die Tochtergesellschaft mit der Schweizer Niederlassung von SAP fusionieren. Die aussenstehenden Aktionäre von SAF sollen im Rahmen der Fusion "eine angemessene Abfindung in bar" erhalten, wie es in einer Mitteilung heisst. Damit wird SAF aufgelöst und der Handel der SAF-Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse eingestellt.
Die Fusion soll noch im Laufe des Jahres an einer ausserordentlichen Generalversammlung beschlossen werden. Entlassungen seien in beiden Unternehmen nicht vorgesehen. Es ist geplant, die derzeit bestehenden SAF-Standorte als Kompetenzzentrum für Retail, Forecasting and Replenishment zu erhalten.
Durch die Zusammenführung von SAF und SAP Schweiz könnten Technologien und Lösungen gemeinsam weiterentwickelt und als Teil der SAP-Lösungen für den Handel angeboten werden, so SAP. "Wir führen die Innovationsstärke einer schlanken kleinen Firma mit dem Potenzial eines globalen Konzerns in optimaler Weise zusammen. Von dem sich ergänzenden Produkt- und Serviceangebot sowie der weltweiten Präsenz und Erfahrung der SAP im Handel profitieren in erster Linie unsere Kunden", wird SAF-CEO Udo Meyzis in der Mitteilung zitiert. Zudem versprechen sich die Unternehmen Synergie-Effekte im Bereich Vertrieb, Services und Verwaltung.
SAF wurde 1996 von Andreas von Beringe und Gerhard Arminger gegründet und beschäftigt rund 100 Personen. Das Unternehmen, das zurzeit rote Zahlen schreibt, ist auf die Entwicklung von Bestell- und Prognose-Software für Handel und Industrie spezialisiert. 94 Prozent der Aktien befinden sich im Besitz von SAP. Schon seit 2002 sind SAP und SAF OEM-Partner. So wird etwa das Hauptprodukt von SAF als Teil von SAP Forecasting & Replenishment vertrieben. (mim)

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