Sage hievt KMU-Software in die Moderne

5. Juni 2015, 13:58
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Mit "Sage 50 Extra" hat nun auch das gute alte "Sesam" eine moderne Architektur.

Mit "Sage 50 Extra" hat nun auch das gute alte "Sesam" eine moderne Architektur und zeitgemässe Funktionen. Sage verspricht aber auch, die bisherige Lösung am Leben zu erhalten, "solange es Kunden gibt."
Mitte Monat lanciert Sage eine brandneue Version der weit verbreiteten KMU-Lösung Sage 50. Sage 50 Extra, wie das Produkt heisst, das viele noch unter dem alten Namen "Sesam" kennen, ist hier, um zu bleiben. Die Software hat nun eine moderne Architektur und soll die Grundlage für künftige Versionen sein.
Kein Zwang zur Migration
Gleichzeitig verspricht der Hersteller aber, die bisherige, "klassische" Version der Sage-50-Software-Familie noch viele Jahre zu unterstützen. Sage 50 dürfte die in der Schweiz neben Abacus am meisten eingesetzte KMU-Lösung sein. Gemäss dem Innerschweizer Hersteller setzten 36'000 Kunden und 2400 Treuhänder die Buchhaltungssoftware ein. Zudem gibt es über 1000 Zusatzlösungen, zum Beispiel Software für bestimmte Branchen.
Auch im laufenden Jahr wird es eine neue Version von Sage 50 geben. "Wir werden Sage 50 weiterentwickeln, solange es Vertragskunden gibt", so Sage-Sprecher Patrick Ottiger.
"Dropbox" für Sage-User, Reports auf dem Smartphone, Bonitätschecks, ...
Die Zukunft gehört aber Sage 50 Extra. Die neue Version bringt eine ganze Reihe von Verbesserungen. So gibt es die "Sage Treuhand-Plattform". Darin können Treuhänder mit ihren Kunden Dossiers sicher elektronisch austauschen. Treuhänder können den Dienst abonnieren und ihren Kunden zur Verfügung stellen. Das funktioniert auch für Kunden, die die "kleinere" Lösung Sage One einsetzen.
Weiter können Anwender nun Kennzahlen (Sage Reports) und Kundendaten (Sage Customer View) in Echtzeit auf einem mobilen Gerät anschauen. Ebenfalls neu kann man Kreditorenrechnungen scannen und digital weiterverarbeiten. Für den elektronischen Datenaustausch ist Sage 50 Extra nach swissdec 4.0 zertifiziert.
Weiter kann man direkt aus der Software heraus, den Handelsregister-Auszug eines Kunden beziehen und seine Bonität checken. Auch kann man ohne die Software zu verlassen abklären, ob sich die Betreibung eines säumigen Kunden lohnt oder nicht.
Ein grosser Vorteil der neuen Version ist, dass die vielen Tausend bisherigen Sage-50-AnwenderInnen sich sofort zurechtfinden und keine Zusatzausbildung brauchen. Auch kann man - alle Angaben gemäss dem Hersteller - alle Daten einfach übernehmen und bisherige Zusatzsysteme weiter benützen.
Software kann nur noch gemietet werden. Cloud-Versionen von Sage selbst
Von Sage 50 Extra gibt es drei Module: Buchhaltung, Handel und Lohn. Diese wiederum gibt es in vier "Grössen": Expert für Treuhänder, Payroll-Anbieter und KMU mit HR-Abteilungen. Advanced für grössere KMU (z.B. mit Kostenstellen- und Kostenträger), Basic für kleinere Betriebe (bis 25 Mitarbeitende) und die Einstiegslösung Entry.
Einen Teil der Module kann man auch "als Service" samt der Datenhaltung online beziehen. Konkret sind diese alle Module des "Entry Levels" sowie die Module für Buchhaltung und Lohn der Grössen Basic und Advanced. Also eigentlich die ganze KMU-Software ohne das Modul für den Handel (Verkauf, Fakturierung, Lagerwirtschaft etc.). Sage wird die Cloud-Versionen der Lösung selbst betreiben und anbieten. Die kleinste Version Sage 50 Extra Entry wird ab 55 Franken pro Monat kosten.
Sage 50 Extra wird ausserdem nur noch in einem Mietmodell – über Partner oder von Sage direkt – angeboten.
Und die Händler?
Sage-Partner, mit denen wir heute kurz sprachen, reagierten unaufgeregt auf die Tatsache, dass der wichtige KMU-Software-Anbieter die Cloud-Version direkt anbietet. Die meisten Kunden könnten sich noch nicht vorstellen, ihre Daten auszulagern. (hc)

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