Sage Schweiz verkauft weniger Lizenzen

9. Mai 2012, 12:48
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CEO Jean-Jacques Suter: "Kurzfristig Umsatzrückgang, langfristig Umsatzwachstum."

CEO Jean-Jacques Suter: "Kurzfristig Umsatzrückgang, langfristig Umsatzwachstum."
Der britische Softwarehersteller Sage hat heute die Zahlen des ersten Halbjahres (bis 31. März) veröffentlicht. Konzernweit wuchs der Umsatz von 670,4 Millionen Pfund im Vorjahr auf nun 673,1 Millionen. Während die Subscription-Umsätze um 5 Prozent stiegen, sanken jene aus dem Business mit Lizenzen und Services um 4 Prozent. Der Gewinn vor Steuern wuchs um 3 Prozent auf 167,1 Millionen Pfund. Das entspricht einer stagnierenden operativen Marge von 27 Prozent.
In den europäischen Ländern war das vergangene Halbjahr für Sage zum Teil recht unterschiedlich. In Deutschland und Österreich betrug das organische Wachstum 7 Prozent, in Grossbritannien und Irland 5 Prozent. In Frankreich betrug es dagegen lediglich 1 Prozent und die spanische Niederlassung musste einen Umsatzrückgang von 8 Prozent ausweisen. Sage erwartet mittelfristig keine Verbesserung der Geschäfte im krisengeschüttelten Spanien.
Sage Schweiz schrumpft
Sage Schweiz musste gemäss der Mitteilung einen happigen Umsatzrückgang hinnehmen: Hierzulande sanken die Umsätze um 6 Prozent. Auf Anfrage von inside-channels.ch erklärt Jean-Jacques Suter, CEO von Sage Schweiz: "Sage hat das Wartungsvertragsmodell bewusst attraktiver gestaltet und im ersten Halbjahr mehr Wartungsverträge abgeschlossen. Dadurch wurden weniger Lizenzen verkauft. Das führt kurzfristig zum ausgewiesenen Umsatzrückgang, langfristig zu einem Umsatzwachstum." Sage Schweiz leidet ausserdem indirekt unter dem starken Franken. Suter: "Der starke Schweizer Franken hat bewirkt, dass unsere KMU-Kunden ihre Investitionsentscheide ins zweite Halbjahr verschieben. Ein Grossteil dieser Kunden ist im Export tätig und dadurch dem starken Schweizer Franken ausgesetzt. Wir blicken zuversichtlich in das zweite Halbjahr des Finanzjahres 2012."
Sage hat kürzlich angekündigt, dass künftig Teile des ERP-Sortiments in die Azure-Plattform von Microsoft wandern sollen. Dadurch will der Softwarekonzern Boden gut machen im Geschäft mit Software-as-a-Service. Offen bleibt vorerst, welche Rolle der Channel dabei spielen wird. (Maurizio Minetti)

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