Sage Schweiz will wieder zum Wachstum zurück

3. Mai 2013, 15:52
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Weiterhin starkes Bedürfnis von KMUs nach lokal installierter Business-Software.

Weiterhin starkes Bedürfnis von KMUs nach lokal installierter Business-Software.
Sage Schweiz will wieder zurück auf Wachstumskurs. Dies sagte heute Sage-Schweiz-Chef Jean-Jacques Suter (Foto) bei einem Redaktionsbesuch. Suter ist 2009 zu Sage Schweiz gestossen
Suter: "2009 war Sage Schweiz ein Sammelsurium. Nun konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenz als Hersteller von betriebswirtschaftlicher Software." Während der Umsatz von Sage Schweiz in den letzten Jahren stagnierte oder sogar gesunken ist, ist der Umsatz mit den drei Kernprodukten Sage 50 (Sesam), Sage 200 (Simultan) und Sage Start gestiegen, betont Suter. Dieses Jahr nun, werde Sage Schweiz wieder Umsatzwachstum zeigen, so der Manager optimistisch.
Fast niemand will Online-Version von Sage Cloud
Während Anbieter wie Abacus oder auch SAP enorm viel in "Cloud"-Lösungen investieren, war Sage bisher zurückhaltend. Auch Suter ist überzeugt, dass Cloud-Lösungen die Zukunft sind. Seine Erfahrung ist aber, dass viele KMUs Software heute noch bei sich installieren wollen. Als Beleg nennt er eine interessante Zahl. 70 Prozent der potentiellen Kunden, die das Sage-Cloud-Angebot (gehostete Versionen von Sage 50 oder Sage Start) testen, entscheiden sich danach für die Lösung. Aber 98 Prozent davon wollen die Software kaufen und bei sich installieren, so Suter.
Ausserdem ist die Kleinfirmen-Lösung Sage Start für den Gebrauch auf Tablet-PCs und mobilen Geräten optimiert. Seine Firma gewinne heute jeden Monat 120 bis 170 Neukunden für Sage Start, sagt Suter. Bis sich Cloud-Computing im KMU-Markt aber durchsetzt, brauche es wohl "einen Generationenwechsel", so Suter. Noch diesen Sommer wird der britisch-innerschweizerische Software-Konzern mit Sage One eine "echte" Cloud-Lösung für Kleinfirmen bringen, die eben diese neue Generation ansprechen soll.
"Rundumbetreuung" und standardisierte Zusatzdienstleistungen
Sage positioniert sich vermehrt als "Rundum-Dienstleister" für Kleinfirmen. So betreffen heute mehr als die Hälfte aller Support-Anfragen nicht die Software, sondern betriebswirtschaftliche oder rechtliche Fragen. Damit verkauft Sage nicht mehr reine Wartungsverträge für Software, sondern eine Art Update- und Telefon-Beratungsverträge.
Passend dazu hat Sage kostenpflichtige Zusatzdienstleistungen in die Software eingebaut. So kann man mit Sage 50 auf Knopfdruck eine kostenpflichtige Debitoren-Auskunft abrufen und für gerade mal 49 Franken die Betreibung eines säumigen Schuldners einleiten. Eine weitere Dienstleistung sind Gestaltung und Versand von E-Mail-Newslettern, die vom Sage-Partner Mayoris erbracht wird. Auch diese Dienstleistung kann man aus der Business-Lösung heraus abrufen.
Sage werde weitere solche Dienstleistungen entwickeln, sagt Suter. Auf unsere Frage, welche dies sein könnten, schweigt er und schmunzelt. (Christoph Hugenschmidt)

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