Sage spürt die Krise

6. Mai 2009, 09:44
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Umsatz- und Gewinnrückgang. Auch die Schweizer Niederlassung leidet.

Umsatz- und Gewinnrückgang. Auch die Schweizer Niederlassung leidet.
Der auch hierzulande tätige britische Businesssoftware-Hersteller Sage hat heute die Zahlen des ersten Halbjahres (Oktober 08 bis März 09) bekannt gegeben. Das auf KMU spezialisierte Unternehmen konnte den Umsatz zwar um 17 Prozent auf 748,4 Millionen Pfund steigern, doch währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang um 3 Prozent, verglichen mit dem ersten Semester des vorherigen Geschäftsjahres. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) sank währungsbereinigt um 6 Prozent auf 168,4 Millionen Pfund.
In Kontinentaleuropa gingen die Umsätze bereinigt um 2 Prozent zurück. Die Schweiz wird zusammen mit Portugal und Polen genannt – in dieser "Region" seien die Umsätze um 8 Prozent gesunken. Gemäss Sage wird Kontinentaleuropa auch im zweiten Halbjahr unter der Krise leiden. Sage Schweiz hatte im Februar eine "zweistellige Wachstumsrate" im laufenden Jahr angekündigt. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Sage Schweiz 64 Millionen Franken umgesetzt.
CEO Paul Walker sagte, nach einer robusten Performance im vergangenen Jahr bekomme nun auch Sage die Wirtschaftskrise zu spüren. Kunden würden Software-Käufe verschieben, so Walker. Er betonte aber, dass die Nachfrage nach qualitativem Kundensupport hoch bleibe. Am vergangenen Sonntag hatte die britische 'Sunday Times' berichtet, dass Sage in diesem Jahr weitere 600 Jobs abbauen wird. Bereits letztes Jahr hatte der Software-Anbieter 400 Jobs gestrichen. Entlassungen soll es allerdings keine geben. Sage beschäftigt weltweit über 14'500 Personen. (Maurizio Minetti)

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