Sage verspricht mehr Stabilität und weniger Fehler

5. Juni 2009, 12:46
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Gestern lancierte Sage an einem Händleranlass die neuen Versionen von 'Sage 50', wie Sesam und Winware nun heissen. Hörbares Murren im Sage-Channel.

Gestern lancierte Sage an einem Händleranlass die neuen Versionen von 'Sage 50', wie Sesam und Winware nun heissen. Hörbares Murren im Sage-Channel.
"Ich werde den Brand 'Sesam' in der Kommunikation mit meinen Kunden weiterhin benützen,' sagte gestern ein Zürcher Sage-Partner und Software-Hersteller am Rande eines Partneranlasses des KMU-Softwareherstellers zum Schreibenden. An der Vormittagsveranstaltung stellte Sage den Partnern erstmals die neuen Versionen von 'Sage 50' vor, die kommenden Montag lanciert werden.
'Sage 50' ist der Markenname, der die in der Schweiz bestens etablierte Marke 'Sesam' (wie auch das weniger bekannte 'Winware') ersetzen soll. Ein Schritt, der bei den Sage-Resellern offensichtlich auf wenig Verständnis stösst. Sage-KMU-Chef Marc Ziegler: "Es ist uns klar, dass Sesam und Winware noch lange in den Köpfen bleiben wird." Man werde dafür sorgen, dass sowohl der Begriff 'Sesam' wie auch 'Winware' noch gefunden wird und "jeder klar erklärt bekommt, dass Sesam und Winware nun Sage 50 sind", so Ziegler.
"Keine Fehler mehr"
Auffallend war das Gewicht, das die Sage-Leute bei der Präsentation von 'Sage 50' auf die verbesserte Qualität der Testprozesse legten. Man habe die Software nun sowohl "von Hand" wie auch mit Testrobotern getestet und erst noch 470 Änderungswünsche und Fehlermeldungen von Betatestern berücksichtigt. Das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung der neuen Versionen der verbreiteten KMU-Software sei auf "Stabilität und Performance" gerichtet gewesen, wurde immer wieder betont. Ausserdem soll ein neuer Installationsassistent die Systeme stabiler machen.
Die zuhörenden Reseller nahmen die Botschaft gerne entgegen - blieben aber skeptisch. Er setze eine neue Sesam-Version sowieso frühestens ein halbes Jahr nach Erscheinen beim Kunden ein, nämlich erst dann, wenn er davon ausgehen könne, dass die gröbsten Fehler beseitigt seien, so ein Sage-Partner beim Kaffee. Überhaupt dränge er seine Kunden nicht zum Updaten auf neue Versionen, solange er mit der alten gut arbeiten könne. Eine Strategie, die sich letztes Jahr wohl ausbezahlt hat, denn Sage musste weit über 100 Patches zur den letztjährigen Versionen mit Fehlerkorrekturen aber auch Funktionserweiterungen ausliefern.
Kampf gegen "Übernutzung"
Viel Gewicht legte man auch auf die Erklärung der neuen Aktivierungsprozesse. Neu benützt Sage einen Lizenzserver - Kunden müssen ihre neu erworbene Business-Software Online (es gibt einen telefonischen Workaround) aktivieren und registrieren.
Es ist offensichtlich, dass Sage ein Problem mit Kunden hat, die ihre Software-Lizenzen "übernutzen" und diese nun zur Kasse bitten will. Problematisch scheint uns, dass die Software bei der Aktivierung künftig an eine bestimmte Hardware (Server oder PC bei den Einzelplatzversionen) gebunden wird und bei einem Wechsel derselben zumindest gewisse bürokratische Aufwände entstehen.
Bedenken hörte man seitens der Sage-Partner auch darüber, dass im Aktivierungsdialog von Testversionen ein "Kaufen"-Button existiert. Kunden die diesen Button anklicken, werden auf die Homepage von Sage geführt. Doch direkt bei Sage kann man nur die "kleinen" Versionen bis hin zu "Lite" kaufen. Zudem muss der Kunde den Händler, von dem er die Testversion hat, angeben. Dieser erhält dann eine Marge, wie Marc Ziegler sagt.
Und dann noch neue Funktionalitäten
Doch Sage hat beim Update der KMU-Software nicht nur an der Stabilität und Qualität sowie an einem neuen Lizenzierungsverfahren gearbeitet. Dazu gekommen sind auch einige neue Funktionalitäten. Hier einige Beispiele: Die Lohnbuchhaltung hat eine Option Absenzenmanagement erhalten und diverse Branchenmandanten (Bau, Gastro etc.) wurden integriert. Das Rechnungswesen erhielt einige vorprogrammierte neue Auswertungen und die Positionserfassung in der Auftragsbearbeitung wurde völlig überarbeitet. In letzterem Modul gibt es nun auch rudimentäre BI-Funktionen, die so genannte "Chefansicht". (Christoph Hugenschmidt)

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