SAK entscheidet über "Ostschweizer"-RZ-Bau im September

14. Juli 2015, 09:56
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Die St.

Die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke (SAK) und OBT sind in vertiefte Gespräche mit Unternehmen zum Bau eines Rechenzentrums (RZ) in der Ostschweiz mit einer RZ-Fläche von rund 900 Quadratmetern eingetreten. Der Energieversorger hatte kürzlich gemeinsam mit dem grosse IT-Dienstleister, Berater und Treuhänder OBT die Frage zur Diskussion gestellt, ob die Ostschweiz ein RZ braucht. An der Evaluation hätten sich über 100 interessierte Unternehmen beteiligt, von denen sich 83 Prozent für ein RZ ausgesprochen hätten und den Bau für prüfenswert halten, wie die SAK mitteilt. Auch an den Roadshows in St. Gallen, Sargans und Wattwil in den letzten Wochen wäre die Idee von den insgesamt rund 35 Teilnehmern positiv aufgenommen worden.
Interessant ist, dass der Eenergieerzeuger SAK beim Ausbau seines Geschäftsfelds offensichtlich dem Erfolgsrezept genommen worden.
Wie Lukas Mäder, Bereichsleiter SAKnet und stellvertretender Vorsitzender der SAK-Geschäftsleitung, zu inside-it.ch sagte, laufen derzeit bereits bilaterale Gespräche mit potentiellen Kunden. Im Gegensatz zu anderen RZ-Neubauprojekten, so Mäder weiter, müsse man sich nur auf die Kundenseite Konzentrieren, denn die SAK als Investor sei gesetzt und geniesse das Vertrauen von möglichen Kunden. Damit entfalle beispielsweise das Finanzierungsproblem, an dem letztlich unter anderen das ursprünglich unter dem Namen Deepgreen geplante Datacenter in Mollis am Walensee gescheitert sei.
Die bisherigen Abklärungen hätten ergeben, dass der SAK als Investor zugetraut werde, ein RZ in der Ostschweiz zu bauen und zu betreiben, wird denn auch betont. Es lägen inzwischen konkrete Anfragen zur Nutzung vor und laut Mäder wird im Verlauf des Septembers der definitive Entscheid fallen. Die Kundschaft komme aus allen drei Kantonen (St. Gallen und die beiden Appenzell), in denen die SAK präsent ist, wobei ein Kundenschwerpunkt sicher im Rheintal liege, so Mäder. Man spreche mit KMU genauso wie mit Grossbetrieben, fügte er an. Derzeit umfasst die künftige Produktpalette ein FTTR-Service-Paket für höchstmögliche Datentransferraten. (vri)

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