Salesforce-Chef bei Oracle-Konferenz nicht willkommen

5. Oktober 2011, 13:49
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Eigentlich sollte Salesforce-CEO Marc Benioff — früher mal selbst Oracle-Angestellter — heute an der Oracle OpenWorld als Keynote-Speaker auftreten.

Eigentlich sollte Salesforce-CEO Marc Benioff — früher mal selbst Oracle-Angestellter — heute an der Oracle OpenWorld als Keynote-Speaker auftreten. Laut einem Benioff-Interview mit der 'New York Times' hat Salesforce eine Million Dollar für die Sprechgelegenheit bezahlt, das sei bei Konferenzen so üblich. Doch aus dem Auftritt wird nun nichts: Larry Ellison habe ihn wieder ausgeladen, er halte die Ansprache nun im nahegelegenen Hotel St. Regis, twitterte Benioff Dienstag Abend.
Der OpenWorld-Veranstalter gibt sich laut Medienberichten unschuldig — die Fahrplanänderung sei aufgrund des hohen Teilnehmerzuspruchs nötig geworden, teilt Oracle mit. Man habe die Salesforce-Session nun auf Donnerstag Morgen verlegt. Zu diesem Termin aber kann Benioff nicht, er sei dann schon anderweitig unterwegs. Ausserdem ist der Donnerstag als letzter Konferenztag eher schwach, die meisten Teilnehmer dürften schon wieder abgereist sein.
Es liegt also nahe, dass hinter der Sache eben doch der seit langem schwelende Streit zwischen Ellison und Benioff steckt. Benioff vermutet, er hätte Ellison mit seiner Präsentation die Show stehlen können und sei deshalb ausgeladen worden. Ellisons eigene Keynote sei ein Desaster gewesen und auf Twitter und in den Blogs schlecht weggekommen. Die Million werde er sowieso zurückerhalten, und er sei als Persona non Grata sehr glücklich. Denn alle würden nun über Salesforce sprechen. (Urs Binder)

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