Salesforce.com wird Datenbankanbieter

8. Dezember 2010, 09:52
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    Natürlich ist, wie alles bei Salesforce, auch Database.com ein Cloud-Service.

    Natürlich ist, wie alles bei Salesforce, auch Database.com ein Cloud-Service.
    Der Online-CRM-Pionier Salesforce.com nützt seine eigene Erfahrung als Software-as-a-Service-Anbieter immer mehr, um ein genereller Provider von Services "aus der Cloud" zu werden. Mit der für nächstes Jahr angekündigten Lancierung von "Database.com", einer für alle Arten von Applikationen nutzbaren relationalen Datenbank im Internet, wird Salesforce.com nun auch an dieser Front zu einem direkten Konkurrenten für die traditionellen Datenbankanbieter wie Oracle, IBM oder Microsoft. Dass Salesforce.com dabei im Hintergrund teilweise Oracle-Technologie verwendet, dürfte auch für diesen Softwareriesen, der sich mit Salesforce.com bereits im Bereich CRM einen harten Konkurrenzkampf liefert, nur ein leiser Trost sein.
    Die Technologie im Hintergrund soll alerdings für die Anwenderunternehmen keine Rolle spielen. Im Gegensatz zur ebenfalls von Salesforce.com angebotenen Applikationsplattform "Force.com" beinhaltet Database.com zudem keine vorgegebene Entwicklungsumgebung, sondern ist eine "nackte" Datenbank. Anwendungsentwickler können also ihre eigenen Programmiersprachen und –Plattformen verwenden. Unterstützt werden Java, .NET, Ruby und PHP. Die Applikation selbst soll dabei überall betrieben werden können, ob beim Kunden vor Ort oder in anderen Cloud-Plattformen wie Googles AppEngine, Microsofts Azure oder Amazons Web Services. Die Datenbank soll standardmässig über die Programmschnittstellen (APIs) SOAP oder REST angesprochen werden können. Eine detaillierte Übersicht zu Funktionen und Features findet man hier.
    Ein vollständiger Entwickler-Preview für Database.com wird, wie Salesforce.com an seiner gegenwärtig stattfindenden Konferenz "Dreamforce" in San Francisco angekündigt hat, nächstes Jahr zur Verfügung gestellt werden. Später im Jahr soll die Plattform dann auch den produktiven Betrieb aufnehmen.
    Database.com wird nach der Zahl der Datenbankeinträge, Transaktionen und User verrechnet. Drei User, 100'000 Records und 50'000 Transaktionen sollen zum "Schnuppern" gratis sein. Zusätzliche 100'000 Records oder 150'000 Transaktionen kosten je 10 Euro. Zusätzliche User kosten ebenfalls 10 Euro (pro Monat), wobei bei letzteren als "Enterprise Service" auch das Identitätsmanagement- und Authentisierungssystem von Database.com, das aber nicht obligatorisch benutzt werden muss, inbegriffen ist. (hjm)

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