Salt plant Einstieg ins Festnetzgeschäft

1. Februar 2017, 16:53
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Über die Glasfasernetze von Partnern will Salt eigene Festnetzangebote lancieren.

Über die Glasfasernetze von Partnern will Salt eigene Festnetzangebote lancieren.
Zwei Jahre nach der Übernahme durch den französischen Telekomunternehmer Xavier Niel plant Salt den Einstieg ins Festnetzgeschäft. Dazu hat der Mobilfunkanbieter Verträge über die Benutzung der Glasfasernetze von Stromversorgern abgeschlossen. Darunter sind die Elektrizitätswerke von Zürich (EWZ), Bern (EWB), Luzern (EWL) und St. Gallen, wie die 'Handelszeitung' am Mittwoch in einem Vorabdruck schrieb. Mehrere unabhängige Quellen aus der Telekombranche haben gegenüber der Nachrichtenagentur 'sda' den Bericht bestätigt. Mit den anderen grossen Städten Basel, Lausanne und Genf liefen die Verhandlungen noch.
Laut Bericht wolle sich Salt nicht einfach in die Netze einmieten, sondern erkaufe sich mit grossen Upfront-Zahlungen die exklusive Nutzung eigener Glasfasern. Salt zahle für diese Layer-1-Nutzung einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.
Offiziell heisst es indes bei allen angefragten Stadtwerken: "Kein Kommentar". Offenbar will Salt bestimmen, wann die Neuigkeit an die Öffentlichkeit geht: "Salt kommuniziert zu neuen Angeboten an dem Tag, an welchem sie für Kunden erhältlich werden", erklärte Salt-Sprecher Benjamin Petrzilka auf Anfrage lediglich. (sda/kjo)

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