Salt prüft Klage gegen UPC wegen Vertragsbruch

16. Januar 2018, 10:41
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Der Telekomanbieter Salt prüft eine Klage gegen den Konkurrenten UPC.

Der Telekomanbieter Salt prüft eine Klage gegen den Konkurrenten UPC. Anlass dazu bietet der von UPC ein Jahr im Voraus angekündigte Wechsel seiner Mobilfunkkunden vom Salt- aufs Swisscom-Netz.
UPC hatte den Wechsel vor gut einer Woche angekündigt. Salt stört sich dabei sowohl am Verhalten der Swisscom als auch an demjenigen von UPC.
So sei die Bekanntgabe des Wechsels ein Jahr im Voraus nicht nur unnötig, sondern sogar vertragswidrig, sagte Salt-Chef Andreas Schönenberger in einem Interview mit der 'Handelszeitung'.
Bei der Swisscom vermutet Schönenberger, dass "wohl auch andere Interessen" als rein geschäftliche beim Angebot an Salt im Vordergrund gestanden hätten, so vermutet er einen Zusammenhang mit der Revision des Fernmeldegesetzes (FMG).
Allenfalls sei auch das Wettbewerbsrecht verletzt worden, sollte Swisscom Salt ein Angebot unter den Kosten gemacht haben.
UPC ist befremdet
UPC nahm das Ansinnen von Salt "mit Befremden zur Kenntnis". Das Unternehmen sehe weder in der von Schönenberger erwähnten Kommunikation noch im Ausschreibungsverfahren "vertragswidrige oder rechtlich heikle Aspekte", hiess es in einer Stellungnahme von UPC.
Der Kabelnetzbetreiber hatte am Montag vor einer Woche den Wechsel des Mobilfunknetzbetreibers angekündigt. Er bezeichnete dabei das Mobilfunknetz von Swisscom als "zukunftssicher", womit er implizit auch das Netz von Salt bewertete. Die Umstellung auf das neue Mobilfunknetz werde voraussichtlich Anfang 2019 erfolgen. (sda/ts)

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