Salt stoppt Um­satz­rück­gang, tut sich aber im B2B-Bereich schwer

25. Mai 2018, 11:44
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Höhere Preise für Smartphones und mehr Handyabokunden: Salt hat im ersten Quartal 2018 die Umsatzrückgänge der Vorquartale gestoppt.

Höhere Preise für Smartphones und mehr Handyabokunden: Salt hat im ersten Quartal 2018 die Umsatzrückgänge der Vorquartale gestoppt. Mit Problemen zu kämpfen hatte der Mobilfunkanbieter allerdings bei den Geschäftskunden und beim neuen Glasfaserangebot.
Konkret erreichte der Umsatz von Salt in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 248,5 Millionen Franken. Das ist etwa gleich viel wie im Vorjahresquartal (248,4 Millionen Franken).
Auf betrieblicher Ebene (EBITDA) resultierte ein Gewinn von 110,6 Millionen Franken. Das sind 10,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Laut den ausgewiesenen Zahlen nahmen die Umsätze mit Geräteverkäufen um 13,5 Prozent auf 43,1 Millionen Franken zu, was vor allem den höheren Preisen der neuen Smartphones zu verdanken sei. Die Zahl der Abokunden wuchs um 4,1 Prozent auf 1,22 Millionen.
Grosskunden verloren
Probleme gab es im ersten Quartal im Geschäftskundensegment, wo der Druck auf Preise und Profitabilität gross sei. Salt habe deshalb einzelne unprofitable Geschäfte nicht weitergeführt, was Kundenabgänge zur Folge gehabt habe, heisst es in einer Mitteilung. Im Zuge von Neuverhandlungen von Vertragsverlängerungen habe man grosse Accounts verloren, präzisiert das Unternehmen. Um welche Geschäftskunden es sich hier konkret handelt, will das Unternehmen nicht verraten.
Anfang Jahr wurde bekannt, dass Salt mit UPC einen grossen Kunden verlieren wird. UPC gab bekannt, für das Mobilfunkangebot ab Anfang 2019 auf Swisscom statt Salt zu setzen.
Geringere Kosten
Der Telco konnte die Kosten senken: Salt gab weniger aus für Roaming aber auch für Löhne. Der Telco hat weiter Personal abgebaut und hatte Ende März 2018 noch gut 680 Vollzeitstellen. Das sind 44 weniger als vor einem Jahr.
Des weiteren sanken die Verbindungskosten aufgrund tieferer Durchleitungsgebühren im Mobilfunk (Mobilfunk-Terminierungsgebühren). Die drei Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Salt hatten sich 2016 auf eine Senkung dieser Gebühren geeinigt.
Salt Fiber zählt "mehrere tausend" Anmeldungen
Mit Pauken und Trompeten war Salt im März dieses Jahres ins Festnetz- und Internetgeschäft zurückgekehrt. Das Angebot "Salt Fiber" sei erfolgreich lanciert worden und innerhalb der ersten neun Wochen seit Einführung habe man landesweit "mehrere tausend Anmeldungen verzeichnet".
Allerdings hatte es auch hier einige Probleme gegeben. So war es beim Wechsel von Kunden zu Salt laut Berichten verschiedener Medien zu Beschwerden gekommen. Lange Wartezeiten bei der Aufschaltung sorgten beispielsweise für Unmut. In der Mitteilung vom Freitag reagiert Salt auf die Vorwürfe und teilt mit, dass die "Herausforderungen aufgrund der mangelnden Standardisierung der Portabilität von Glasfasernetzdiensten" derzeit mit den Schweizer Regulierungsbehörden, den anderen Glasfaseranbietern sowie den verschiedenen Dienstleistern und Service-Partnern angegangen würden. (sda/kjo)

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