Salt wagt den Wiedereinstieg ins Festnetz-Business

20. März 2018, 10:59
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Der Telco nutzt das Glasfasernetz von Swiss Fiber Net und will mit hohen Geschwindigkeiten punkten.

Der Telco nutzt das Glasfasernetz von Swiss Fiber Net und will mit hohen Geschwindigkeiten punkten.
Der Telekomanbieter Salt steigt ins Festnetzgeschäft ein. Heute gab das Unternehmen den lange erwarteten Schritt bekannt. Das Angebot nutzen können diejenigen Kunden, deren Haushalt über einen Glasfaseranschluss verfügt.
Das Angebot wird auf den Glasfasernetzen von Swiss Fiber Net (SFN AG) in mehr als 30 Städten und Regionen verfügbar sein. Eine weitere geografische Expansion sei für die nächsten Monate und Jahre geplant. Salt leiste Vorabinvestitionen in die Infrastruktur der SFN-Aktionäre und -Partner und sichere sich so langfristige, nicht entziehbare Nutzungsrechte (IRU). SFN ist ein Gemeinschaftsunternehmen lokaler Energieversorger in der Schweiz.
Salt wirbt insbesondere mit den Geschwindigkeiten und tiefen Preisen, die den Kunden geboten werden. Die neuen Angebote können Kunden mittels der "Salt Fiber Box" nutzen. Diese soll den Kunden "ultraschnelles Internet", TV- und Festnetz-Telefoniedienste bieten, wie Salt schreibt. Die Box stelle dank ihrer 10 Gigabit pro Sekunden Technologie eine Weltneuheit dar, schreibt der Anbieter. Sie sei mit einem 1,5 GHz Quad-Core-Prozessor ausgestattet, biete zwei USB 3.0 Ports (5 Gbit/s), eine 10 Gbit/s Ethernet-Schnittstelle und vier unabhängige Gigabit-Ports.
Bei der Internetverbindung über Wlan könnten bis zu 2,2 Gigabit pro Sekunde erreicht werden. Sunrise und Swisscom bieten über Glasfaser Surfgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde.
Orange konnte beim ersten Versuch nur wenig Kunden gewinnen
Salt steigt damit ins Rennen ein, um Marktanteile als Schweizer Telekom-Vollanbieter mit Angeboten aus Internet, Fernsehen, Festnetz und Mobilnetz.
Mit dem Einstieg ins Glasfasernetz schliesst Salt an die eigene Geschichte an. Die einstige Orange war 2008 der erste Anbieter von TV, Internet und Telefonie auf dem EWZ-Glasfasernetz. Ende 2010 verliess der Pionier die "Datenautobahn der Zukunft" wieder, da Orange kaum Kunden gewonnen hatte. Nach der geplatzten Hochzeit mit Sunrise hatte die Firma, die damals zur France Telecom gehörte, angekündigt, sich künftig auf die Mobilfunkangebote konzentrieren zu wollen. (sda/kjo)

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