Sametime in der dritten Dimension

4. September 2008, 09:26
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Virtuelle Konferenzen bringen Mehrwert für Geschäftsanwendungen, glaubt IBM.

Virtuelle Konferenzen bringen Mehrwert für Geschäftsanwendungen, glaubt IBM.
Ein Forschungsteam von IBM Research, bei dem auch Leute vom IBM-Forschungslabor in Rüschlikon dabei sind, haben im Rahmen des Projekts "Sametime 3-D" die Integration des Instant Messaging-Programms " Sametime" mit der auf offenen Standards basierenden Plattform für virtuelle Welten "OpenSim" demonstriert.
Durch die Integration kann ein zukünftiger User direkt aus Sametime eine "3D-Konferenz" starten. Dabei entsteht "on demand" ein "virtueller Konferenzraum", in dem Sametime-Funktionen zur Verfügung stehen, Präsentationsmaterialien bereitgestellt und benützt werden können und in dem die Anwesenden durch Avatare à la Second Life repräsentiert werden.
IBM scheint voll überzeugt von den Vorteilen von solchen 3D-Instant-Konferenzen in der internen Unternehmenskommunikation: "Das schafft vor allem auch einen Mehrwert für Geschäftsanwendungen. Neben der Erweiterung von Kommunikations- und Kollaborationslösungen in die dritte Dimension, sind auch andere Anwendungen denkbar, wie zum Beispiel Simulations-, Wartungs- oder Notfallszenarien", meint dazu Thomas Kasemir, Manager Architecture & Innovation Practice und Leiter des Projektes beim Forschungs- und Entwicklungszentrum Böblingen.
Diese Einschätzung und die konkreten wirtschaftlichen Vorteile, die aus der Kommunikation in virtuellen Welten enstehen sollen, muss IBM aber in der Realität erst noch belegen. Die "Sametime 3D"-Idee steht heute in Konkurrenz mit vielen anderen neuen Kollaborationsplattformen und -Möglichkeiten, die Unternehmen zur Verfügung stehen. Der Reiz, über Avatare in einer 3D-Welt zu kommunizieren scheint zum Beispiel eher fragwürdig, wenn man genau so leicht eine Videokonferenz starten kann. Wirklich interessant könnte dagegen die im Demonstrationsvideo von IBM gezeigte Möglichkeit sein, KollegInnen die Bedienung eines Objekts anhand eines 3D-Modells zeigen zu können. Dafür müssen allerdings präzise und manipulierbare 3-D-Modelle realer Objekte für eine virtuelle Welt zuerst mal erstellt werden, was einigen Aufwand erfordern würde. (Hans jörg Maron)

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