Samsung befürchtet DRAM-Überproduktion

8. September 2010, 13:01
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Bei DRAMs ist wegen der anhaltend schwachen PC-Nachfrage und der industrieweiten Migration zu fortschrittlicheren Fertigungsprozessen schon bald mit Überkapazitäten zu rechnen, sagte Oh-Hyun Kwon, Chef der Chipsparte von Samsung Electronics, Anfang der Woche auf einer Pressekonferenz in Taipei.

Bei DRAMs ist wegen der anhaltend schwachen PC-Nachfrage und der industrieweiten Migration zu fortschrittlicheren Fertigungsprozessen schon bald mit Überkapazitäten zu rechnen, sagte Oh-Hyun Kwon, Chef der Chipsparte von Samsung Electronics, Anfang der Woche auf einer Pressekonferenz in Taipei. Wenn die PC-Nachfrage nicht anziehe, müssten sich DRAM-Hersteller ab Ende des dritten Quartals 2010 auf Überkapazitäten und eine etwa ein halbes Jahr lang dauernde Durstrecke gefasst machen, so Samsungs Chip-Chef.
Was NAND-Flash-Speicher angeht, zeigte sich Kwon optimistischer, da die Produkte nicht direkt am PC-Markt hängen. Getrieben durch mobile Geräte wie Smartphones und Tablet-PCs sowie durch neue Anwendungen, werde die Nachfrage nach Flash-Speichern in der zweiten Jahreshälfte anziehen. Somit sei zu erwarten, dass die Preise weniger stark sinken und sich Ende des Jahres sogar stabilisieren könnten.
Ein Großteil der jährlichen Investitionen von Samsung fließt in das Chip-Business. Kwon zufolge werden es 2010 voraussichtlich zehn Milliarden Dollar sein. Ende des Jahres soll die Massenproduktion von DRAM-Chips auf Basis der 35-nm-Technologie starten, 2011 will Samsung im NAND-Flash-Bereich zur 20-nm-Technologie migrieren.
Wie Samsung-CEO Choi Gee-Sung am Eröffnungstag der IFA 2010 in Berlin mitteilte, wolle der koreanische Riese 2011 eine Rekordsumme von 30 Billion Won (25,55 Milliarden Dollar) in bestehende und neue Geschäftsfelder stecken. 2010 sollen es voraussichtlich 26 Billionen Won sein. (kh)

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