Samsung geht mit 30-TB-SSD in Massenproduktion

20. Februar 2018, 15:21
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Alles in etwa verdoppelt, so in Kürze die Zusammenfassung der Samsung-Medienmitteilung zur SAS SSD namens PM1643.

Alles in etwa verdoppelt, so in Kürze die Zusammenfassung der Samsung-Medienmitteilung zur SAS SSD namens PM1643. Die Server-SSD gehe nun in die Massenproduktion.
30,72 Terabyte (TB) kann das Kistchen laut Medienmitteilung netto speichern. Es habe also die doppelte Speicherkapazität im Vergleich zur hauseigenen High-Capacity-Reihe mit 15,36 TB. Es sind 32 TB verbaut laut Samsung, nämlich 32 Stapel à einem TB.
Im gleichen Zug habe man auch die Leistung auf "nahezu das Doppelte der vorigen Generation von High-Capacity-SAS-SSD" gehievt, begeistert sich Samsung für sich selbst.
Ein paar Details zu beidem für Storage-Geeks: Ins Kistchen gepackt hat Samsung seine neueste V-NAND-Technologie mit 64-Lagen 3-Bit 512-Gigabit-Chips. Auf der Basis eines 12Gb/s SAS-Interface komme das neue Laufwerk PM1643 auf Random-Lese- und Schreibraten von bis zu 400'000 IOPS und 50'000 IOPS und zudem auf sequenzielle Lese- und Schreibraten von bis zu 2,1 MB/s beziehungsweise 1,7 MB/s. Nebenbei erhalte man 40 GB DRAM.
Die PM1643 wird per SAS-12-GBit/s-Dual-Port-Interface angeschlossen.
Auch wenn die Medienmitteilung das 2,5-Zoll kleine 30-TB-SSD damit anpreist, man könne auch Tausende von Full-HD-Filmen damit speichern, ist es primär für Enterprise-Storage-Systeme gedacht.
All dies sei möglich durch mehrere technologische Weiterentwicklungen in der Controller-Architektur und den DRAM-Bausteinen sowie der Software. Gemeint ist ein Metadaten-Schutz, Datenerhalt und Recovery für den Fall, dass die Stromversorgung plötzlich ausfalle.
Was die Haltbarkeit betrifft, so schreibt Samsung von einem DWPD (Drive Write per Day) von fünf Jahren. Die PM1643 soll laut Medienmitteilung innerhalb dieses Garantiezeitraums täglich einmal komplett beschreibbar sein.
Unseres Wissens haben Konkurrenten bislang nichts Vergleichbares. Was die neue Server-SSD kosten soll und wann man sie kaufen kann, wird nicht genannt, 'golem.de' schätzt 16'000 Euro. Bald dürfte man klarer sehen, denn die Produktion sei im Januar angelaufen. (mag)

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