Samsung SDI will an die Akku-Weltspitze

22. September 2010, 13:59
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Überkapazitäten scheren Samsung Electronics und Samsung SDI wenig, wenn es um Wettbewerbsverdrängung und Marktanteilzuwächse geht, wird in jüngster Zeit immer wieder kritisiert.

Überkapazitäten scheren Samsung Electronics und Samsung SDI wenig, wenn es um Wettbewerbsverdrängung und Marktanteilzuwächse geht, wird in jüngster Zeit immer wieder kritisiert. So zum Beispiel im Zusammenhang mit Speicherchips und LCD-Panels. Zu beobachten ist das aber auch bei Batterie- und Akkuzellen, die aktuell 20 Prozent zu viel vorhanden sind. Dennoch baut Samsung SDI die Produktion aggressiv aus, um sich an Sanyo vorbei an die Weltspitze zu setzen.
Der japanische Konkurrent Sanyo hat von Teschno Systems Research (TSR) mit einem Anteil von 21 Prozent im zweiten Quartal 2010 in dieser Woche gerade erst wieder die Krone im Weltmarkt für Li-Ion-Akkus aufgesetzt bekommen. Nummer zwei, drei und vier sind Samsung SDI, LG Chemical und Sony. Im Batterieweltmarkt ist Samsung SDI mit 22 Prozent nur weniger als zwei Prozentpunkte hinter Sanyo, heute ein Teil von Panasonic, selbst einer der ganz Grossen im Batteriemarkt.
Nachdem das PDP- oder Plasma-Display-Panel-Business in Samsung Electronics integriert wurde, machen Batterien und Akkus heute zwischen 50 und 60 Prozent der Umsätze von Samsung SDI aus. Derzeit verfügen die Koreaner über 27 Produktionsstraßen mit jeweiligen monatlichen Kapazitäten von zwei bis Millionen Akku - und Batteriezellen. In der Entwicklung befindliche neue Geschäftsfelder sind Solar- und Brennstoffzellen.
2009 war Samsung SDI mit 31 Prozent noch weltmarktführend bei CRTs (Kaltkathodenbildschirmen) und mit 33 Prozent Marktanteil hinter Panasonic Nummer zwei bei PDPs. 1300 der weltweit rund 12'000 Beschäftigten sind in der Forschung und Entwicklung tätig, so unter anderem auch in Deutschland.
Japans Batterie-Industrie hat laut TSR einen Weltmarktanteil von 42 Prozent, der Anteil von Südkorea liegt bei 34 Prozent, hat sich aber gegenüber dem Vorjahresquartal um sechs Prozentpunkte verbessert, während der Japans sich von 33 Prozent kaum bewegte. (Klaus Hauptfleisch)

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