"Sandy Bridge"-Debakel könnte Intel eine Milliarde kosten

1. Februar 2011, 13:38
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Designfehler bei den neuen Prozessoren.

Designfehler bei den neuen Prozessoren.
Intel schockte gestern die gesamte PC-Industrie mit einer unerwarteten Hiobsbotschaft: Aufgrund eines in der vergangenen Woche entdeckten Designfehlers muss der Chip-Riese die Auslieferung der "Sandy Bridge"-Prozessoren stoppen. Die betroffenen Chips mit integrierter Grafikeinheit sind erst Anfang Januar von Intel angekündigt worden. Der Fehler betrifft nicht den "Sandy Bridge"-Prozessor an sich, sondern den Support-Chip der Serie 6, der den Prozessor mit dem restlichen System verbindet. Das heisst, dass die Verbindungen zwischen Prozessor und Harddisk oder DVD-Laufwerk mit der Zeit schlechter werden können.
Bislang sind seit dem 9. Januar fast acht Millionen Stück des fehlerhaften Prozessors an PC-Hersteller ausgeliefert worden, allerdings fast nur High-end-Systeme mit vier Kernen, und nur wenige davon gingen tatsächlich über den Ladentisch. Es war erwartet worden, dass erste Rechner mit Dual-Core-Prozessoren in den nächsten Wochen erscheinen würden, nun verzögert sich die Lancierung etlicher Geräte um mehrere Wochen: Eine neue Version des Chips soll erst Ende Februar verfügbar sein.
Die mangelhaften Chipsets werden von Intel ersetzt oder repariert. Allein dafür hat Intel 700 Millionen Dollar budgetiert. Den Umsatzausfall beziffert Intel auf 300 Millionen Dollar. Beobachter glauben allerdings, dass die Kosten insgesamt nicht so hoch sein werden. (mim)

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