SAP auf DB2 wird teurer

18. Februar 2014, 13:44
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SAP-Anwender können beim deutschen Hersteller auf Wunsch die Business-Lösungen zusammen mit einer Laufzeit-Version einer Datenbank erwerben.

SAP-Anwender können beim deutschen Hersteller auf Wunsch die Business-Lösungen zusammen mit einer Laufzeit-Version einer Datenbank erwerben. Dafür erhebt SAP dann eine Gebühr in Prozent der Lizenzkosten.
Nun berichtet die deutsche Online-Zeitung Heise.de, SAP habe die Gebühr für die Benützung der IBM-Datenbank DB2 BLU von acht auf fünfzehn Prozent erhöht und damit fast verdoppelt. Bei DB2 BLU wird In-Memory-Technologie für die massive Beschleunigung des Datenzugriffs verwendet. Das Produkt steht damit direkt in Konkurrenz zu SAPs neuartiger Datenbank HANA.
SAP-Schweiz bestätigte auf Anfrage etwas verklausuliert, dass die Preise für die Benützung von DB2 - wenn man die Runtime-Version der Datenbank von SAP bezieht - erhöht worden sind. "SAP und IBM haben die Funktionalitäten in unserer Runtime-Lizenz überarbeitet, wichtige DB2-Funktionalitäten hinzugefügt und so den Nutzen für unsere Kunden erhöht. Bestandskunden können diesen Mehrwert als Teil ihrer Lizenz erhalten. Für den fortlaufenden Erwerb wurde die Preisgestaltung auf Grund des Mehrwerts durch einen Aufschlag angepasst," heisst es in einem Statement von SAP Schweiz.
DSAG: "keine künstlichen Hürden"
Anwender haben daran keine Freude, denn SAP versucht offensichtlich, seine Kunden zur Verwendung der eigenen In-Memory-Datenbank HANA zu drängen. So wurde die Preiserhöhung auch an einer Pressekonferenz der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe DSAG heute Mittag zum Thema.
Die DSAG fordere auch für die Zukunft Alternativen beim Entscheid der Datenbank-Technologie, so DSAG-Technologievorstand Andreas Giraud. Sollte SAP tatsächlich die Preise für DB2 BLU gegenüber HANA erhöhen, so schaffe SAP eine künstliche Hürde, kritisierte Giraud. "Es darf keine künstlichen Hürden bei der Beschaffung geben", fordert die wichtigste Anwendergruppe. (hc)

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