SAP beflügelt Schweizer IT-Markt

14. November 2008, 16:00
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PAC prognostiziert ein Wachstum der IT-Ausgaben um 2,1 Prozent von 2008 auf 2009. SAP und Enterprise-SOA als Wachstumstreiber, Projekte werden zurückgestellt.

PAC prognostiziert ein Wachstum der IT-Ausgaben um 2,1 Prozent von 2008 auf 2009. SAP und Enterprise-SOA als Wachstumstreiber, Projekte werden zurückgestellt.
Nicht nur weltweit, auch in der Schweiz werden die IT-Ausgaben im kommenden Jahr aufgrund der Wirtschaftskrise zurückgehen. Das Marktforschungsunternehmen Pierre Audoin Consultants (PAC) geht von einem Wachstum von 2,1 Prozent im Vergleich zum laufenden Jahr aus. Wie Julia Reichhart von PAC gegenüber inside-it.ch erklärt, war man noch Anfang September von einem Wachstum von 2,9 Prozent ausgegangen. Laut PAC wird der Schweizer IT-Markt im laufenden Jahr ein Volumen von 27 Milliarden Franken haben. 2009 sollen es 27,5 Milliarden sein. 2012 soll die 30-Milliarden-Marke erreicht werden.
SAP sorgt für Wachstum
PAC berücksichtig sämtliche Ausgaben für Hardware, Software, Personal etc. Die Telekom-Branche wird ausgeklammert. Wie schon die Untersuchung des Bundesamts für Statistik (BfS) zeigt, dürfte es dennoch schwierig sein, den realen Wert des Schweizer IT-Marktes zu ermitteln. Immerhin ist es anhand von Prognosen möglich festzustellen, wie stark der Markt wächst.
Trotz der Abschwächung gibt es einige Bereiche, die nach wie vor den Schweizer IT-Markt heftig ankurbeln. Ähnlich wie der renommierte Marktforscher IDC geht auch PAC von einem starken Wachstum von Software und Services aus. Vor allem das Geschäft rund um SAP-Anwendungen (SAP ERP Upgrade) wird als Wachstumsmotor gesehen. Hierbei erwarten die Analysten von PAC zwar insofern einen Wachstumsdämpfer, als dass ein Teil der Projekte zunächst in reduziertem Umfang umgesetzt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird. Ein weiteres wichtiges Wachstumsthema ist Enterprise-SOA, da bislang hauptsächlich kleinvolumige Pilotprojekte durchgeführt wurden und gerade auch auf Basis von SAP NetWeaver grössere Projekte erwartet werden.
Rückgang bei Projekten und Anwendungssoftware
Einen deutlichen Rückgang erwartet PAC hingegen bei den externen IT-Ausgaben. Am stärksten werden das Projektgeschäft sowie Investitionen in Anwendungssoftware-Produkte leiden. Für 2009 prognostiziert das Unternehmen rund 2 Prozent weniger Wachstum als noch im Sommer dieses Jahres für beide Segmente, die damit um 3,4 bzw. 5,3 Prozent wachsen. Schon 2010 sollen sich jedoch die Auswirkungen der Finanzkrise auch in diesen Segmenten wieder deutlich abschwächen, um von 2011 an wieder das ursprüngliche Wachstumsniveau zu erreichen.
Im Outsourcing-Markt ergebe sich ein weniger klares Bild, was die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Wachstum betrifft, so PAC. Einerseits sei zu erwarten, dass Kunden deutlich öfter den Schritt machen werden, einen neuen Outsourcing-Vertrag abzuschliessen, vor allem wenn dabei vom Dienstleister Assets übernommen werden und somit die Cash-Situation des Kunden kurzfristig verbessert wird. Auf der anderen Seite gerieten bereits bestehende Verträge noch stärker als bislang unter einen enormen Preisdruck. Flexible Bereitstellung und Abrechnungsmodelle ("On-demand") seien hierbei sicherlich Erfolgsfaktoren. (Maurizio Minetti)

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