SAP kauft erstmals eine Schweizer Firma

20. Juli 2009, 09:46
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Übernahmeangebot für Thurgauer SAF AG. Der Hersteller von Prognose- und Bestellsystemen wird mit 64 Millionen Euro bewertet. Die beiden Hauptaktionäre haben das Angebot bereits angenommen.

Übernahmeangebot für Thurgauer SAF AG. Der Hersteller von Prognose- und Bestellsystemen wird mit 64 Millionen Euro bewertet. Die beiden Hauptaktionäre haben das Angebot bereits angenommen.
Europas grösster Softwarehersteller SAP will alle Aktien des börsenkotierten Thurgauer Softwareunternehmens SAF AG übernehmen. SAP bietet pro Aktie 11,50 Euro, was einem Kaufpreis von 64 Millionen Euro entsprechen würde. Die beiden Gründer und Hauptaktionäre der SAF AG (Andreas von Beringe und Gerhard Arminger), die gemeinsam rund 38 Prozent der SAF-Aktien halten, haben das Angebot bereits angenommen.
Es ist das erste Mal, dass der 1972 gegründete deutsche Softwarekonzern ein Schweizer Unternehmen kauft. "Das wäre dann die erste Akquisition einer Schweizer Firma durch SAP", bestätigt SAP-Sprecher Günter Gaugler gegenüber inside-it.ch. Die SAF AG (Simulation, Analysis and Forecasting) mit Hauptsitz in Tägerwilen am Bodensee und Niederlassungen in den USA, in der Slowakei und in Deutschland wurde 1996 gegründet und beschäftigt um die 100 Personen, davon die meisten in Tägerwilen. Das Unternehmen ist auf Prognose- und Bestellsysteme für Handel, Logistik und Industrie spezialisiert und setzte im vergangenen Jahr 13,4 Millionen Euro um, bei einem Reingewinn von 2,1 Millionen Euro.
Langjährige Partner
SAP will mit der geplanten Übernahme das eigene bestehende Lösungsspektrum für Planungs-, Prognose- und automatisierte Bestellprozesse für Handelsunternehmen weiter ausbauen und abrunden. SAP ist ein langjähriger Kunde und Entwicklungspartner der SAF AG. Beide Unternehmen arbeiten auf Basis einer Originalhersteller-Partnerschaft (OEM) zusammen. "Bereits seit 2002 setzt SAP auf unser technologisches Know-how und hat unsere SAF-Engine im Rahmen unserer OEM-Partnerschaft vollständig in ihr Modul 'SAP Forecasting & Replenishment' integriert", so Andreas von Beringe, Gründer, CEO und Präsident des Verwaltungsrats der SAF AG.
Das Übernahmeangebot steht unter dem Vorbehalt einer Mindestannahmequote von 50 Prozent zuzüglich einer Aktie und der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. (Maurizio Minetti)

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