SAP lässt HANA auf die Gasse

23. Juni 2011 um 15:41
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Ab sofort ist SAPs In-Memory-Appliance nicht mehr nur für Pilot-Kunden verfügbar. SAP Schweiz: "Die Story kommt extrem gut an."

Ab sofort ist SAPs In-Memory-Appliance nicht mehr nur für Pilot-Kunden verfügbar. SAP Schweiz: "Die Story kommt extrem gut an."
Ab sofort ist SAPs In-Memory-Appliance HANA allgemein verfügbar. Die Maschine kann bei allen grossen Hardware-Herstellern (HP, IBM, Fujitsu, Dell, Cisco) ausser Oracle samt vorinstallierter SAP-Software gekauft werden.
HANA und In-Memory-Technologie, die Verlagerung von grossen Datenmengen von Harddisks in grosse Arbeitsspeicher, ist auf jeder SAP-Veranstaltung ein grosses Thema, so auch diese Woche an der SAP Worldtour in Baden, an die der weltweit grösste ERP-Hersteller immerhin über 1'100 Besucher locken konnte.
Die Appliance kann heute als Beschleuniger für die Analyse der ERP-Daten eingesetzt werden - etwa für die Analyse von Kostenträgern und Kostenstellen. Der grosse Vorteil von HANA ist die Geschwindigkeit. Mit der Appliance wird es deshalb beispielsweise möglich, riesige Datenmengen aus dem ERP-System in Echtzeit zu durchforsten - etwa für die ortsabhängige Analyse der Nachfrage bei den Filialen von Detailhändlern.
Anwender können entweder selbst Reports programmieren oder dann Applikationen von SAP verwenden. Solche soll es nun laufend mehr geben, wie uns Hanspeter Groth von SAP in Baden erklärte. So sind Applikationen für Workforce Planning, für Cash Management oder auch für die Analyse der gewaltigen Datenmengen, die Smart Meters (intelligente Stromzähler) bei den Werken produzieren, geplant.
Erst später soll HANA auch für die Kombination der transaktionalen Daten aus dem ERP und der analytischen Daten verwendet werden. Dann wird man neuartige Analysen machen können, etwa indem aktuelle Mahndaten mit historischen Daten kombiniert analysiert werden.
"Story kommt extrem gut an"
HANA könnte zur Erfolgsstory von SAP werden - Groth auf jeden Fall ist davon überzeugt. Er komme bei den Kunden mit der HANA-Story "extrem gut" an, so Groth. Dies weil man mit HANA sehr grosse Datenmengen analysieren kann, die zudem wesentlich einfacher zu managen sind als noch mit SAP BW, wo man für neue Reports jeweils neue Datenwürfel entwerfen musste. Schliesslich kommen laufend neue vorgefertigte Analyse-Werkzeuge bei HANA dazu. Groth nennt "dynamische Preisgestaltung" als Beispiel. So könnte beispielsweise ein Händler für ein Produkt einen höheren Preis verlangen, wenn er analysiert, dass der Kunde ohne Mehrkosten nicht zu einem Konkurrenzprodukt kommen kann, weil der Konkurrent weiter entfernt ist. (hc)

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