SAP lanciert HANA die Zweite

8. November 2016, 12:54
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HANA 2 bringt einen Haufen Neuerungen und soll in Zukunft zweimal pro Jahr erweitert werden.

HANA 2 bringt einen Haufen Neuerungen und soll in Zukunft zweimal pro Jahr erweitert werden.
Mitte 2010 hat der deutsche ERP-Riese SAP seine In-Memory-Computing-Technologie HANA eingeführt. Das war eine Zeit, als alle nur von Online-ERP sprachen – beziehungsweise über SAPs mangelnden Erfolg in dieser Disziplin. Daher überraschte es viele, dass die Walldorfer eine damals noch obskure und nur von einer Handvoll Startups und Nischenplayern propagierte Basistechnologie adoptierten und zur Basis ihrer zukünftigen Produktstrategie machten. Die durch In-Memory-Computing erzielbare Beschleunigung von Analysen, und später auch anderen Anwendungen, überzeugte aber viele Kunden. Konkurrenten, insbesondere die Datenbankhersteller Oracle und IBM sahen sich bald gezwungen, mit eigenen In-Memory-Optionen nachzuziehen.
Nun lanciert SAP nach etwas mehr als sechs Jahren die zweite Generation dieser für den Softwarehersteller zentralen Technologie. HANA 2 wird für Kunden ab dem 30. November erhältlich sein. Etwas später soll eine abgespeckte Express Edition von HANA 2 folgen.
Während bei bei der ersten Generation das Hauptaugenmerk des Anbieters noch auf der Stabilität der neuen Technologieplattform lag, soll bei HANA 2 vermehrt Wert auf schnellere Weiterentwicklung gelegt werden. Zu diesem Zweck verspricht SAP, dass in Zukunft fix zweimal pro Jahr Erweiterungen für HANA 2 zur Verfügung gestellt werden.
Die Neuerungen
HANA 2 bringt aber auch schon beim ersten Erscheinen eine ganze Reihe von Neuerungen im Vergleich zur ersten Generation. Diese beinhalten laut SAP folgende neue Funktionen und Erweiterungen:
- Datenbankmanagement: Erweiterungen für Hochverfügbarkeit, Sicherheit, Workload-Management und Administration. Mit der neuen Option Active / Active Read-Enabled können Anwender neu Sekundärsysteme, die vorher nur für die Systemreplikation verwendet wurden, nutzen, um laut SAP auch leseintensive Workloads ohne Performanceverluste zu bewältigen.
- Datenmanagement: Erweiterungen für Unternehmensmodellierung, Datenintegration, Datenqualität und Tiered Storage (verteiltes Speichern). Diese sollen es Unternehmen ermöglichen, sämtliche Daten zu nutzen, egal wo diese hinterlegt sind.
- Analytische Intelligenz: Mit Engines für die analytische Verarbeitung von Text, Geodaten, grafischen Daten und Streaming-Daten sollen Entwickler entsprechende Informationen in moderne Anwendungen einbetten können. Die Predictive Analysis Library wurde mit neuen Algorithmen für Klassifizierungs-, Assoziations-, Zeitreihen- und Regressionsanalysen ergänzt.
- Anwendungsentwicklung: Erweiterte Funktionen für Applikationsserver, Entwicklungstools und -Sprachen sollen Entwicklern die Möglichkeit geben, Anwendungen der nächsten Generation zu entwickeln. Dabei wird gemäss SAP das Prinzip Bring your own Language unterstützt. Es stehe eine Auswahl zusätzlicher Buildpacks und Laufzeitumgebungen von Drittherstellern zur Verfügung, die im Rahmen des erweiterten Modells SAP HANA Extended Application Services verwendet werden können. (hjm)

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