SAP macht Geld mit Cloud

17. Juli 2014, 13:12
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Alter Patentstreit nagt am Gewinn. Prognosen leicht angehoben.

Alter Patentstreit nagt am Gewinn. Prognosen leicht angehoben.
SAP, neuerdings als "europäisches Unternehmen" gelistet, hat heute die Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2014 veröffentlicht. Der deutsche Software-Riese verzeichnete ein Wachstum im Cloud-Geschäft. Die Anzahl der Abonnenten für das gesamte Cloud-Anwendungsportfolio der SAP liegt nun bei über 38 Millionen, sagt das Unternehmen. Inzwischen hat die SAP über 3'600 HANA-Kunden und mehr als 1'200 Kunden für die "Business Suite on HANA".
Ein langwieriger Patentstreit kommt die Walldorfer aber teuer zu stehen: Da Europas grösster Softwarehersteller vor Gericht in der Auseinandersetzung mit dem US-Unternehmen Versata wohl den Kürzeren ziehen wird, legt SAP vorsichtshalber schon einmal rund 289 Millionen Euro zurück. Der Nettogewinn lag deshalb im zweiten Quartal knapp ein Viertel niedriger als vor einem Jahr, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte.
Vor allem dank dem abgeschlossenen Zukauf von Fieldglass peilt SAP mit dem Erlösmodell mehr Umsatz im Jahr an. Analysten hatten mit einem solchen Schritt gerechnet.
Bill McDermott auch Personal-Chef
Der SAP-Verwaltungsrat hat Bill McDermott zusätzlich zu seiner Funktion als (neuerdings alleiniger) Vorstandssprecher zum neuen Arbeitsdirektor erkoren. Die Rechtsform der Europäischen Gesellschaft (SE) sieht die Position des Arbeitsdirektors, wie sie bei einer deutschen Aktiengesellschaft nach dem Mitbestimmungsgesetz verpflichtend ist, nicht mehr vor. In der SE-Beteiligungsvereinbarung zwischen SAP und den Vertretern der europäischen Mitarbeiter wurde jedoch vereinbart, dass weiterhin ein Vorstandsmitglied das Thema Personal verantwortet, das den Titel Arbeitsdirektor führt, heisst es in der Mitteilung. (lvb)

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