SAP mobilisiert

26. März 2012, 15:32
  • e-government
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513 Besucher pilgerten nach Luzern an den SAP Public Services Day, um sich über "mobile Kommunikation" zu informieren.

513 Besucher pilgerten nach Luzern an den SAP Public Services Day, um sich über "mobile Kommunikation" zu informieren.
Der zehnte SAP Public Services Day im KKL, der jedes Jahr von rund 450 Vertretern der öffentlichen Verwaltung und des Gesundheitswesens, von SAP-Partnern und -Spezialisten besucht wird, war vergangenen Dienstag - laut SAP - ein voller Erfolg. 513 Besucher pilgerten nach Luzern – letztes Jahren waren es gerade mal 399, wie SAP-Sprecherin Claudia Lukaschek gegenüber inside-it.ch auf Anfrage sagte.
Angesichts der Bedeutung, welche die mobile Kommunikation in den letzten Jahren auch für die öffentliche Hand gewonnen hat, stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Mobilität, wie ein Augenschein vor Ort zeigte. So seien besonders die drei Keynotes zu den Themen "Umbruch in Nahost – Aufstand der Twitter-Generation" und "In-Memory-Computing und Mobility an der Charité" sowie das Referat von Prof. Dr. René Prêtre (Herzchirurg und Gründer der Stiftung le Petit Coeur sowie Schweizer des Jahres 2009) zum Thema "Mit mobilem OP in Afrika unterwegs" beim Publikum gut angekommen, heisst es von Seiten SAP. Das Unternehmen überweist die Tage 12'080 Franken an die Stiftung le Petit Coeur - 6'040 Franken auf Grund von retournierten Feedbackbögen bei 20 Franken pro Bogen - den Rest investiert SAP.
Stadt Zürich zentralisiert Informatik
Unzählige Vorträge zu verschiedenen Themen standen den Besuchern zu Auswahl: So referierte etwa Andreas Németh, E-Government-Verantwortlicher der Stadt Zürich, zum Thema "IT-Strategie der Stadt Zürich": 26'415 Menschen in mehr als 1'000 verschiedenen Funktionen arbeiten für die Stadt Zürich, was eine einheitliche Regelung verlangt. 2005 entschied der Stadtrat, die gesamte IT-Strategie aus den neunziger Jahren zu überarbeiten. Begonnen hatte das Departement Organisation und Informatik als Zentrale IT-Abteilung, später wurde sie dezentralisiert: Es entstanden (zu) viele kleine IT-Dienstleister und dies wiederum führte zu höheren Kosten im Departement. Die Stadt Zürich hält nun weiterhin an der IT-Strategie 2007-14 fest und plant eine (Re-)Zentralisierung.
"Die Stadt ist die Firma" heisst einer der neuen Grundsätze der Stadt. Ebenfalls will die Stadt Zürich innovative Lösungen - jedoch keine Pionierlösungen mit hohen Risiken realisieren, heisst es im Vortrag von Seiten der Stadt.
Weiter soll SAP als einheitliches System für Finanz- und Rechnungswesen sowie HR und Logistik funktionieren. Bereits vor vier Jahren wurde Microsoft Vista und Office 2007 für alle IT-Büroarbeitsplätze eingeführt. Neu strebt die Stadt eine Reduktion der Betriebszentren auf zwei zentrale Rechenzentren an. Auch das Kostenmanagement soll umgekrempelt und als Investitions-, Verrechnungs- und Preismodell auftreten. Die IT-Strategie der Stadt Zürich ist, mit anderen Worten, eine Konsolidierungs- und Standardisierungs-Strategie (geblieben). Durch weiterführende kleine Anpassung dieser Strategie geht die Stadt Zürich mit Einsparungen von rund 20 Prozent des Gesamtvolumens aus. Ebenso möchte die "Firma" innert zehn Jahren mindestens 80 Prozent aller Server virtualisieren. (Hanna Lauer)

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