SAP räumt Usability-Probleme ein

7. August 2012, 15:52
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Ab 2013 sollen deshalb viele SAP-Oberflächen personalisierbar werden.

Ab 2013 sollen deshalb viele SAP-Oberflächen personalisierbar werden.
SAP hatte noch nie das Image, besonders benutzerfreundliche Software herzustellen. Unternehmen wählten sie trotzdem aufgrund ihrer anderen Vorzüge und machten SAP so zum weltweiten ERP-Marktführer. Heutzutage schlägt sich aber vermehrt eine neue Generation von Anwendern mit den SAP-Benutzeroberflächen herum, die im Zeitalter von iPad und iPhone an einen ganz anderen Bedienungskonfort gewöhnt sind. "Wir verlieren die 'Hearts and Minds' unserer User", sagte beispielsweise Tom Rodden, Verantwortlicher für Enterprise Applikationen beim langjährigen SAP-Kunden Arian Medical Systems gegenüber dem 'CIO Journal'. Sein Unternehmen habe daher wie auch andere begonnen, sich nach Alternativen, vor allem bei nicht Kern-Applikationen, umzusehen.
Auch SAP sieht offensichtlich mittlerweile, dass man ein Problem hat. Und: "Zuzugeben, dass es ein Problem gibt, ist der erste Schritt, es zu lösen", meinte SAP Senior Vice President Denis Browne gegenüber dem 'CIO Journal'. Der ERP-Hersteller habe darum Varian und vier andere Unternehmen dazu eingeladen, an einem Pilotprogramm zum Thema Usability teilzunehmen. Die Resultate sollen nun auch anderen Kunden zu Gute kommen. Ab dem ersten Quartal 2013 wolle SAP Software verkaufen, die es sowohl für IT-Abteilungen als auch für Anwender möglich mache, "die meisten" klassischen SAP-Screens zu personalisieren.
Der oben genannte Tom Rodden freut sich darüber, dass er so Screens entrümpeln und die Zahl der Klicks, die es für bestimmte Aufgaben braucht, reduzieren kann. Wenn Varian es seinen Angestellten vereinfachen könne, bestimmte Tätigkeiten zu erledigen, sei das ein Schritt in die richtige Richtung. Das garantiere aber nicht, so hebt er den Warnfinger an SAP, dass sich Varian nicht für bestimmte Bereiche doch anderen Softwareherstellern zuwenden werde. (hjm)

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