SAP rechnet (noch) nicht mit SaaS-Umsätzen

3. Dezember 2008, 15:56
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SAP würde einen "wichtigen Partner" stützen, sollte er in Liquiditätsprobleme geraten. Der Marktstart der Online-Software Business byDesign scheint noch in weiter Ferne.

SAP würde einen "wichtigen Partner" stützen, sollte er in Liquiditätsprobleme geraten. Der Marktstart der Online-Software Business byDesign scheint noch in weiter Ferne.
SAP-Co-Chef Henning Kagermann (Foto) machte in einem heute publizierten Interview mit dem deutschen 'Handelsblatt' einige interessante Aussagen. "Wir hatten keinen grossen Umsatz für Business by Design eingeplant, weder für 2008 noch für 2009," so Kagermanns Antwort auf die Frage, ob SAP wegen des verzögerten Starts der Online-Software Umsätze verlöre. Solange die "Kostenseite nicht optimiert" sei, werde SAP das Produkt nicht breit anbieten, so der SAP-Chef weiter.
Komplexe Systeme sind unstabil
Interessant sind auch Kagermanns Äusserungen zum Entstehen der Finanzkrise. Die Banken hätten zu sehr auf Automatismen vertraut. Die Vernetzung der Finanzinstitute führe zu einer höheren Komplexität, was wiederum mehr Instabilitäten hervorrufe, so der Chef des weltweit grössten Herstellers von komplexen Softwaresystemen.
SAP würde wichtigen Partner stützen
Das grösste Problem der Wirtschaft ist heute gemäss Kagermann der Zugang zu Krediten. Selbst sehr solide Firmen seien heute "extrem vorsichtig", da sie um ihre Liquidität fürchteten. SAP selbst ist gemäss dem bald abtretenden Chef "in der glücklichen Lage", zusammen mit einem Partner Finanzierungslösungen anbieten zu können. Ausserdem trage SAP aufgrund der sehr breiten Partnerlandschaft nur ein kleines Risiko, durch den Ausfall (Konkurs) eines Partners in Probleme zu geraten. Und: "Wenn ein wichtiger Partner Probleme bekommen würde, würden wir diesen gegebenenfalls stützen," so das interessante Versprechen Kagermanns. Das wird man in der Branche doch sehr gerne hören. (Christoph Hugenschmidt)

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