SAP schnappt sich Sybase

14. Mai 2010 um 07:24
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Zugang zu mobilen Datendiensten im Zentrum der 5,8 Milliarden-Dollar-Übernahme.

Zugang zu mobilen Datendiensten im Zentrum der 5,8 Milliarden-Dollar-Übernahme.
Der Walldorfer ERP-Riese SAP will den US-amerikanischen Datenbankspezialisten Sybase für 5,8 Milliarden US-Dollar übernehmen. Eine entsprechende Übernahmevereinbarung sei bereits unterzeichnet und vom Sybase-Verwaltungsrat gutgeheissen worden, schreibt SAP in einer Mitteilung von Mittwochabend. Den Kaufpreis finanziert SAP aus eigenen Mitteln sowie über ein Darlehen von 2,75 Milliarden Euro von Barclays Capital und der Deutschen Bank.
Mit der Übernahme könne SAP ihre Softwarelösungen schneller auf mobilen Endgeräten anbieten und die Umsetzung der In-Memory-Strategie beschleunigen, heisst es in der Mitteilung. "Unser Ziel ist es, den Kunden ihre Geschäftsdaten jederzeit, überall und auf jedem Gerät zur Verfügung zu stellen", sagte SAP-Co-Chef Hagemann Snabe. Die Zusammenführung der fast 100'000 Firmenkunden mit der Technologie von Sybase werde SAP dann auch zum Marktführer für mobile Datendienste machen, so Snabe weiter.
Der Kauf von Sybase ist aber auch ein Angriff auf den amerikanischen Konkurrenten Oracle, der in den vergangenen Jahren mit der Übernahme von Firmen wie Peoplesoft, JD Ewards, Siebel Systems oder auch Sun Microsystems immer näher an SAP rückte. Mit dem Kauf von Sybase, das im Datenbankgeschäft dieses Jahr rund 800 Millionen Dollar Umsatz machen will, stösst SAP nun in eines der Kerngeschäfte von Oracle vor. (Thomas Brühwiler)

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