SAP-Support: Zweckoptimismus auch in der Schweiz

7. Dezember 2009, 11:00
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Die IG SAP Wartung CH äussert verhaltene Hoffnung: Der Preis für Enterprise-Support werde nächstes Jahr wahrscheinlich nicht steigen.

Die IG SAP Wartung CH äussert verhaltene Hoffnung: Der Preis für Enterprise-Support werde nächstes Jahr wahrscheinlich nicht steigen.
Nachdem der ERP-Riese SAP - vergangene Woche signalisierte, dass der Preis für den Enterprise-Support im kommenden Jahr vielleicht nicht steigen wird, meldet sich heute auch die "Interessengemeinschaft SAP Wartung CH" zu Wort. In einer Mitteilung gibt sich die IG erfreut darüber, dass "SAP die kritischen Rückmeldungen der Benchmarking-Kunden aufnimmt und nochmals über die Ausgestaltung des SAP-Supportmodells nachdenkt".
"Verhaltene Hoffnung"
SAP hat schon mehrmals darauf hingewiesen, dass "Nachdenken über die Gestaltung des Supportmodells" nicht automatisch heisst, der Preis bleibe für 2010 gleich. Offiziell gibt sich SAP bis Januar Zeit, um den Preisentscheid zu fällen. Die deutschsprachige SAP-Anwendergruppe DSAG ist hingegen ganz sicher, dass es SAP nicht wagen wird, den Preis für den Enterprise-Support per 2010 zu erhöhen.
Die Schweizer Wartungs-IG ist zwar ebenso optimistisch wie die DSAG, doch ungleich vorsichtiger. Da ist die Rede davon, dass SAP die Preiserhöhung wegen fehlendem Mehrnutzen wahrscheinlich um ein Jahr verschieben werde. Nach den Gesprächen mit der SAP-Geschäftsleitung in der Schweiz, den Feedbacks an SAP und DSAG durch die Referenzkunden des Benchmarking-Programms und den Pressemeldungen der letzten Tage keime "verhaltene Hoffnung", heisst es in der Mitteilung.
"Wir freuen uns über die positiven Signale seitens SAP und werten diese als einen weiteren Schritt zum Einlenken auf die seit mehr als einem Jahr kommunizierten Kundenforderungen nach einem wirtschaftlichen Wartungsmodell mit Wahlfreiheit für die SAP-Wartung", schreibt die IG, die am vergangenen 3. Dezember die bisher neunte Mitgliederversammlung durchgeführt hat.
Gewichtige Gruppe
Die IG erwartet weiterhin, dass der Preis für Enterprise-Support nicht erhöht wird. Ferner soll SAP zum Wahlmodell zurückkehren. Der Softwareriese hat allerdings schon mehrmals klargemacht, dass der alte Standard-Support in der Schweiz nicht wieder eingeführt wird (im Gegensatz zu Deutschland und Österreich). Selbst der von SAP vergangene Woche erwähnte, offenbar festgestellte Mehrwert von Enterprise-Support rechtfertige eine 30-prozentige Kostensteigerung nicht, so die IG. Man warte nun gespannt auf die konkreten Ergebnisse, über die SAP Anfang 2010 informieren werde.
Die IG besteht aus zirka 50 Schweizer Firmen (vorwiegend KMU) mit einer SAP-Lizenzsumme von insgesamt über 250 Millionen Franken. Für die meisten KMU sei der Enterprise-Support "eine Nummer zu gross und ohne Mehrwert", argumentiert die IG. (Maurizio Minetti)

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