SAP und deutsche Partner: "Harmonie sieht anders aus"

5. Oktober 2011, 12:43
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Deutsche Partner des ERP-Riesen SAP sehen das Verhältnis zu ihrem Lieferanten deutlich kritischer, als dies beispielsweise Partner von Microsoft tun, stellt das Marktforschungsunternehmen RAAD Research aufgrund einer aktuellen Umfrage unter 71 SAP-Partnern fest.

Deutsche Partner des ERP-Riesen SAP sehen das Verhältnis zu ihrem Lieferanten deutlich kritischer, als dies beispielsweise Partner von Microsoft tun, stellt das Marktforschungsunternehmen RAAD Research aufgrund einer aktuellen Umfrage unter 71 SAP-Partnern fest. Nur 28 Prozent der Teilnehmer glauben laut RAAD, dass – unabhängig von ihnen selbst – die meisten Partner ein "gutes, annähernd störungsfreies Verhältnis" zu SAP hätten. Von den 31 befragten Microsoft-Partnern waren es dagegen 71 Prozent, die dies vom Verhältnis der Partner zu Microsoft glauben.
Knapp zwei Drittel der Befragten erklärte, dass nur ein Teil der SAP-Partner ein annähernd störungsfreies Verhältnis zu SAP habe, 8 Prozent, dass dies sogar die wenigsten tun. "Harmonie sieht anders aus", fasst RAAD seine Ergebnisse zusammen.
Der Hauptgrund für Konfliktpotential ist für RAAD die direkte Konkurrenz zwischen SAP und SAP-Partnern. In Deutschland ist SAP mit seinem Consultingarm auch einer der grössten Player im SAP-Dienstleistungsgeschäft. "Es ist klar und offensichtlich, dass daraus Unmut und Unverständnis auf Seiten der Partner als auch auf Seiten der SAP entstehen können“, so Cristian Wieland, Head of Analytics bei RAAD Research. Der Tenor in persönlichen Gesprächen laute oft: "Wieso sollte ich beim Kunden zum Wohle von SAP handeln, wenn dadurch das Risiko besteht, dass SAP mir den Kunden wegschnappt?“ (hjm)

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