SAP verdient mehr am Support

27. Januar 2010, 14:21
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Massiver Einbruch bei den Lizenzerträgen aber mehr Erträge aus Support. Marge gesteigert. Absatz soll sich 2010 wieder erholen. Business by Design ab Mitte 2010 als "Massengeschäft".

Massiver Einbruch bei den Lizenzerträgen aber mehr Erträge aus Support. Marge gesteigert. Absatz soll sich 2010 wieder erholen. Business by Design ab Mitte 2010 als "Massengeschäft".
Der deutsche ERP-Riese SAP erlitt letztes Jahr einen massiven Einbruch bei den Neuverkäufen von Software. SAP verkaufte 2009 Lizenzen für 2,6 Milliarden Euro, über ein Viertel weniger (- 27 %) als vor einem Jahr. Im letzten Quartal habe sich aber schon wieder eine Erholung abgezeichnet, liess SAP heute verlauten.
Während SAP-Kunden sich angesichts der Krise also mit Investitionen in neue Projekte zurückhielten, gelang es dem deutschen Konzern offenbar, mehr Geld für Support und Wartung aus der bestehenden Kundschaft herauszuholen. Die Supporterlöse stiegen - Krise hin, Krise her - um 11 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Offenbar konnte SAP, trotz des jüngst erfolgten Rückziehers in Sachen Standard-Support,, auf den damaligen Entscheid zurückkommen.
Der Schrei nach Marge
Insgesamt setzte SAP letztes Jahr 10,7 Milliarden Euro um und verdiente dabei operativ 2,9 Milliarden Euro, buchhaltersich nach US-GAAP resultierte ein Konzerngewinn von 1,8 Milliarden. SAP weist trotz der massiv gesunkenen Verkäufe eine "operative Marge" von 27,3 Prozent (Vorjahr: 28,3 Prozent) aus.
Nächstes Jahr soll alles wieder besser werden. Der Umsatz mit Software-Verkäufen und Support soll (ohne Berücksichtigung der Währungskurse) um vier bis acht Prozent steigen und die "operative Marge" soll auf 30 bis 31 Prozent steigen. Manche SAP-Kunden werden ihren Software-Lieferanten um diese Margen beneiden...
Steigende Mieteinnahmen
Gegen den Trend verliefen die Software-Mieteinnahmen. Diese stiegen um 16 Prozent auf - im Vergleich zum Gesamtkonzern noch bescheidene - 306 Millionen Euro, wie wir einer Präsentation von SAP-Finanzchef Werner Brandt entnehmen.
Sie stammen zum grösseren Teil aus neuen Vertragsformen für klassische, vor-Ort installierte Softwarepakete. Die Umsätze aus den so genannten "Gobal Enterprise Agreements" für sehr grosse Anwender und "Flexible License Agreements" für Kunden, die sich langfristig an SAP binden, sollen im laufenden Jahr weiter steigen.
Ab Mitte 2010 soll dann die Online-Software 'Business byDesign dann für das "Massengeschäft bereit" sein, so SAP-Chef Léo Apotheker, und in Deutschland, USA, Grossbritannien, Frankreich, China und Indien breit vertrieben werden. (Christoph Hugenschmidt)

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