SAP will mehr

22. Januar 2016, 08:09
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Der deutsche Software-Riese kann seine Cloud-Umsätze schneller steigern als geplant. Doch auch der klassische Software-Verkauf läuft rund.

Der deutsche Software-Riese kann seine Cloud-Umsätze schneller steigern als geplant. Doch auch der klassische Software-Verkauf läuft rund.
Der Softwarekonzern SAP hat nach dem deutlichen Wachstum im vergangenen Jahr seine mittelfristigen Umsatz-Ziele angehoben. Unter anderem wegen des weiterhin hohen Zuwachses im Cloud-Geschäft rechnet das Unternehmen nun mit einem Umsatz von 23 bis 23,5 Milliarden Euro im Jahr 2017. Vor einem Jahr war der deutsche ERP-Riese noch wesentlich vorsichtiger. Der operativen Gewinn soll zwischen 6,7 bis 7,0 Milliarden Euro betragen. Doch auch nächstes Jahr wird das Cloud-Geschäft erst ein relativ kleiner Teil zum SAP-Umsatz beitragen: SAP hofft auf vier Milliarden Euro Umsatz aus Cloud-Abos und Support für Cloud-Lösungen.
Vom starken Dollar profitiert
Insgesamt präsentiert SAP starke Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr (siehe Tabelle). SAP steigerte den Umsatz mit Software und Cloud um 20 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro – ohne Währungseffekt wäre der Software-Umsatz immer noch um eindrückliche zwölf Prozent gewachsen.
Der Gewinn des Konzerns litt allerdings unter den Kosten für den laufenden Stellenabbau. Der Reingewinn nach Steuern sank um sieben Prozent auf drei Milliarden Euro. Übrigens: Trotz Stellenabbau in gewissen Bereichen stieg die Zahl der Beschäftigten bei SAP per Ende 2015 von 74'406 auf 76'986 Mitarbeitende.
2700 Kunden für SAP S4/HANA
Der Verkauf der vor einem Jahr vorgestellten neuen Software-Generation, S4/HANA, scheint Fahrt aufzunehmen. S4/HANA baut auf der superschnellen In-Memory-Datenbank HANA auf. Gemäss dem Hersteller gab es Ende 2015 2700 Kunden, mehr als doppelt so viele wie Ende des dritten Quartals.
Stellenabbau in vollem Gang
Die Transition zum Cloud Computing bedeutet für SAP auch Stellenabbau. Rund drei Prozent der Stellen berichtet, haben in Deutschland inzwischen rund 600 Mitarbeiter ein Abfindungsprogramm angenommen. Zumindest auf dem alten Kontinent würden keine Kündigungen ausgesprochen. Betroffen sind unter anderem die Bereiche Product & Innovation sowie Global Service & Support. (mik / sda / hc)

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