SAP wird 2013 (noch?) nicht glücklich

18. Juli 2013, 10:01
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Auch das zweite Quartal ist schlechter als erhofft - der Softwarehersteller senkt Umsatzerwartung für 2013.

Auch das zweite Quartal ist schlechter als erhofft - der Softwarehersteller senkt Umsatzerwartung für 2013.
Das deutsche Softwarehaus SAP hat die Zahlen für das zweite Quartal veröffenlticht. Dabei wird eines klar: 2013 wird kein Jubeljahr. Sowohl mit dem Verkauf von Softwarelizenzen als auch mit dem Betriebsergebnis hat der Anbieter die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Umsatz aus dem Verkauf von Softwarelizenzen - einem Indikator für künftige Einnahmen - fiel um 7 Prozent. Das ist der erste Rückgang seit mehr als drei Jahren.
Deshalb senkte SAP das Jahresziel für das Umsatzwachstum im Kerngeschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen. Es soll den Vorjahreswert von 13,25 Milliarden Euro nur noch um 10 Prozent übertreffen - geplant waren eigentlich 11 bis 13 Prozent.
Wie bereits im vergangenen Quartal sieht der Hersteller von Unternehmens-Software aus Walldorf den Grund dafür bei den nachlassenden Investitionen seiner Kunden in Asien. "Kurzfristig schlägt sich das geringere Wirtschaftswachstum in China nicht nur dort, sondern auch in den Nachbarstaaten nieder", sagte Co-Vorstandssprecher Jim Hagemann Snabe. Während SAP in Amerika bei den Software-Verkäufen im zweiten Quartal deutlich um 18 Prozent zulegte, brachen die Erlöse im Asien-Pazifik-Raum um sieben Prozent ein. Bereits im Auftaktquartal dieses Jahres hatte diese Region mit Schwellenländern wie Indien schwache Verkaufserlöse, das SAP-Management hatte jedoch auf eine Besserung gesetzt.
Ein Hoch auf HANA und Cloud
Besser sieht es beim neuen Steckenpferd SAP HANA aus. Die Plattform für Echtzeit-Unternehmensanwendungen, ist weiterhin ein wesentlicher Wachstumsmotor für die Walldorfer. Der HANA-Softwareumsatz stieg um 21 Prozent im Jahresvergleich und lag in diesem Quartal bei 102 Millionen Euro. Das Unternehmen erwartet für dieses Jahr weiterhin einen Softwareumsatz mit SAP HANA in der Höhe von 650 bis 700 Millionen Euro.
Auch beim Thema Cloud zeigt sich das deutsche Unternehmen zufrieden. Schneller als erwartet vollzieht sich nach den Worten von Hagemann Snabe der Übergang zu Cloud-Software, die über das Internet genutzt wird. Wie der Datenbank-Spezialist Oracle hat SAP Milliardenbeträge für Cloud-Software-Anbieter wie Ariba ausgegeben, um den Unternehmen verstärkt Software über das Internet anbieten zu können. Bisher machen diese Software-Lösungen aber nur einen Bruchteil des Umsatzes aus, wachsen aber rasant. Im zweiten Quartal stammte erst jeder sechste Euro aus den Nutzungsgebühren für Cloud-Software. (lvb)

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