SBB-CIO: "Wir überspringen Vista"

9. Oktober 2008, 14:15
  • business-software
  • sbb
  • die post
  • betriebssystem
image

17'000 Computer der SBB sollen weiterhin mit Windows XP laufen. Dafür migriert die Schweizerische Post 16'000 Rechner von Windows 2000 auf Vista.

17'000 Computer der SBB sollen weiterhin mit Windows XP laufen. Dafür migriert die Schweizerische Post 16'000 Rechner von Windows 2000 auf Vista.
Einer der grössten Arbeitgeber in der Schweiz, die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), verzichtet auf die Einführung von Windows Vista. In der aktuellen Ausgabe der Hauszeitung sagt der CIO Andreas Dietrich in einem Interview: "…Wobei uns Windows XP noch eine Zeit erhalten bleibt, da wir Vista überspringen werden." Die SBB beschäftigt 28'000 Personen, wobei zirka 17'000 davon einen Computer benützen.
SBB-Mediensprecher Roland Binz sagt gegenüber inside-it.ch: "Die SBB hat klare Architekturprinzipien formuliert. Im Bereich Life Cycle Management lautet das Prinzip, dass die SBB Software ersetzt, sobald zwei Drittel der Extended-Support-Phase des Herstellers abgelaufen sind, das heisst vor Beginn des kostenpflichtigen Supports respektive Auslauf des Produktsupports." Dieses Prinzip werde die SBB auch bezüglich Einsatz des Betriebssystems anwenden, so Binz.
Mit dem Entscheid gegen Vista reiht sich die SBB in die Liste grosser Unternehmen ein, die entschieden haben, auf Vista zu verzichten. Erst vor wenigen Tagen zeigte eine Umfrage, dass fast nur jene Firmen, die heute noch Windows 2000 einsetzen, ernsthaft daran denken, Windows Vista einzuführen. Unternehmen, die hingegen Windows XP auf den PCs installiert haben, warten mehrheitlich auf den Vista-Nachfolger Windows 7.
Post migriert auf Vista
In der Schweiz gibt es bereits viele Beispiele für grosse Institutionen, die auf Vista verzichten. Das Universitätsspital Zürich etwa migriert 6000 PC-Arbeitsplätze auf Windows XP.
Es gibt aber auch grosse Institutionen, die sich für Vista entschieden haben. So etwa der Bund. Vor wenigen Wochen war zudem in der Hauszeitung der Schweizerischen Post der Artikel "Vista kommt" zu lesen. Darin werden die Vorteile von Vista angepriesen: "Der Aufbau wird einfacher, das Erscheinungsbild schöner und die Sicherheit besser." Die Post ersetzt nach sechs Jahren Windows 2000 durch Windows Vista. Zudem wird auch Office 2007 installiert. Die Umstellung von rund 16'000 PCs soll Ende März 2009 abgeschlossen sein. In der Hauszeitung heisst es weiter, dass die IT-Verantwortlichen bereits Mitte November 2007 mit einem Pilotbetrieb begonnen haben: "Der Probelauf zeigte einige Kinderkrankheiten bei der Installation auf. Diese sind jetzt beseitigt." (Maurizio Minetti)

Loading

Mehr zum Thema

image

All for One legt Schweizer Töchter zusammen

Die beiden SAP-Dienstleister Process-Partner und ASC werden zu All for One Switzerland.

publiziert am 29.9.2022
image

Abra Software will nach Besitzerwechsel expandieren

Das Investment-Unternehmen Elvaston hat die Aktienmehrheit übernommen. Nun soll der ERP-Anbieter durch weitere Akquisitionen wachsen.

publiziert am 28.9.2022
image

Keine kritischen Lücken im E-Voting-System der Post gefunden

Beim Bug-Bounty-Programm gelang es niemandem, in das System oder die elektronische Urne einzudringen. Die Tests gehen aber noch weiter.

publiziert am 28.9.2022 1
image

Wie ERP-Lösungen bei Unternehmen abschneiden

ERP-Anwender aus dem DACH-Raum kritisieren in einer Trovarit-Befragung die Performance der Systeme. Nachhaltigkeit ist zum Trendthema geworden, noch vor der Cloud.

Von publiziert am 26.9.2022