SBB hat eigene IT-Abteilung massiv aufgestockt

3. September 2008, 11:25
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Die SBB holt, vor allem durch Insourcing, wieder mehr IT-Know-how in den eigenen Stall. Und spart 2,6 Millionen Franken.

Die SBB holt, vor allem durch Insourcing, wieder mehr IT-Know-how in den eigenen Stall. Und spart 2,6 Millionen Franken.
Die Schweizerischen Bundesbahnen sind bekanntlich einer der grössten IT-Outsourcing-Auftraggeber im Land, und sind durch viele weitere Aufträge einer der grösseren Ernährer der Schweizer IT-Industrie. Trotzdem hat die SBB in den letzten beiden Jahren auch ihre eigene IT-Abteilung wieder stark aufgestockt. 2005 bot die "IT SBB" noch 254 Vollzeitstellen, 2007 waren es bereits durchschnittlich 366. Und zuletzt hat die SBB den Prozess noch beschleunigt, wie aus der aktuellen Halbjahresbilanz hervorgeht: In der ersten Hälfte dieses Jahres ist die Zahl der IT-Vollzeitstellen bei der SBB um weitere 114 auf 480 gestiegen.
Damit ist aber nun der Informatiker-Appetit der SBB vorerst weitgehend gestillt, wie uns SBB-Sprecher Roland Binz erklärte: Es werde sicher noch "die eine oder andere" Anstellung geben, aber "das Gros ist abgeschlossen."
Abhängigkeit reduzieren, Geld sparen
Gemäss Binz hat die SBB auch Leute vom allgemeinen Informatikermarkt eingestellt. Der grösste Teil der Vergrösserung der eigenen IT-Abteilung aber geschah durch "Insourcing" von IT-Personal, das bisher bei anderen Firmen für die SBB arbeitete, in Bereichen wie IT-Architektur, Applikationen oder Softwareentwicklung. Diese Leute, so betont Binz, kamen nicht von den grossen Outsourcern T-Systems und Swisscom IT Services, die einen grossen Teil der SBB-Informatik betreiben, sondern von verschiedensten anderen Unternehmen, die für die SBB IT-Projekte bearbeiten. Zu einem guten Teil handle es es sich dabei um Informatiker, die bisher bei ihren eigenen Klein- und Kleinstfirmen fast ausschliesslich für die SBB arbeiteten.
Durch das Insourcing von externen Mitarbeitern wollte die SBB wichtiges Know-how in Schlüsselpositionen sichern, längerfristig ihre Handlungsfähigkeit im IT-Bereich stärken und die Abhängigkeit von Lieferanten reduzieren. Gleichzeitig fährt man gemäss SBB durch die direkte Anstellung dieser Leute aber auch einiges günstiger: Per Saldo würden die entsprechenden Aufwendungen nun um immerhin 2,6 Millionen Franken tiefer liegen als im Vorjahr. (Hans Jörg Maron)

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