SBB-Informatik zentralisiert und baut 80 Stellen ab

2. September 2011, 13:35
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Die Bundesbahnen zentralisieren ihre IT-Organisation per Anfang 2012. Dadurch werden ab Ende 2013 jährlich 22,4 Millionen Franken gespart.

Die Bundesbahnen zentralisieren ihre IT-Organisation per Anfang 2012. Dadurch werden ab Ende 2013 jährlich 22,4 Millionen Franken gespart.
Wie man einer kurzen Notiz in der aktuellen 'SBB-Zeitung' entnehmen kann, soll die heute dezentral organisierte Informatik der SBB unter einem Dach zusammengefasst werden. Die IT-Divisions- und einzelne Konzernbereiche der IT sollen in Solution Centers zusammengeführt werden. Diese Zentren sind auf die Divisionen und den Konzernbereich ausgerichtet und werden ab 1. Januar 2012 direkt von CIO Peter Kummer geführt. Neben diesen "Zentren mit Lösungskompetenz" bündelt die neue Einheit "Software Engineering" als Kompetenzzentrum Methoden, Werkzeuge und Ressourcen für das Software-Engineering bei der SBB. Mit der Umsetzung könne man die IT-Gesamtkosten ab Ende 2013 jährlich um 22,4 Millionen Franken senken, schreibt die SBB.
Gegenüber inside-it.ch bestätigt die SBB, dass die Zentralisierung zu einem Stellenabbau führen wird – insgesamt fallen bei der SBB-Informatik 80 Stellen weg. "Zu je einem Drittel werden interne und externe Stellen abgebaut; das dritte Drittel entfällt auf die natürliche Fluktuation und den Verzicht auf die Besetzung offener Stellen", so die SBB in einer Stellungnahme. Zählt man nur die internen Stellen, werden rund 3 Prozent der IT-Jobs gestrichen. Insgesamt beschäftigt die SBB 800 Personen in der Informatik. Die Bundesbahnen betonen, dass es keine Entlassungen geben soll.
Durch das Zusammenlegen der Organisationen fallen auch Leitungspositionen weg. "Da die heutigen Stelleninhaber in den meisten Fällen neben ihrer Leitungsfunktion auch fachlich gearbeitet haben - beispielsweise in der Projektleitung oder Produktbetreuung - suchen wir für die Betroffenen individuelle Lösungen in der neuen Organisation", erklärt die SBB. Namen könne man noch keine nennen, da die neue Organisation erst per Anfang 2012 auf operationeller Ebene umgesetzt werde. (Maurizio Minetti)
Foto: © SBB

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