SBB lassen für 1,4 Millionen Franken neue Marktplatz-Lösung bauen

26. Januar 2022, 17:01
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Der freihändige Zuschlag geht an die Firma Alturos Destinations, mit der bereits andere Transportunternehmen zusammenarbeiten.

Wie auf der Beschaffungsplattform Simap ersichtlich ist, haben die SBB eine Software für eine Marktplatzlösung beschafft. Ziel ist es demnach, diverse Freizeitangebote an zentraler Stelle zu bündeln. Den Zuschlag über 1,4 Millionen Franken hat in einem freihändigen Verfahren der Pfäffiker Software-Anbieter Alturos Destinations erhalten.
Es geht offensichtlich um einen Umbau der bekannten Plattform railaway.ch, auf der die SBB heute schon diverse Freizeitangebote platzieren. Nach Projektabschluss sollen andere Marktplätze von kleineren Transportunternehmen angebunden werden, um gegenseitig Synergien nutzen zu können, wie auf Simap weiter zu entnehmen ist. Diese Reiseanbieter würden bereits Software von Alturos Destinations nutzen, was den freihändigen Zuschlag erklärt. "Eine angemessene Alternative gibt es im Markt nicht", schreiben die SBB auf Simap.

Kleine Transportbetriebe sind der SBB einen Schritt voraus

Conradin Knabenhans, Sprecher der Südostbahn (SOB), bestätigt gegenüber inside-it.ch, dass die SOB bereits seit längerem mit SBB Railaway im Gespräch sei. "Wir begleiten das Projekt eng und bringen unsere Erfahrungen mit dem digitalen Marktplatz beratend ein", so Knabenhans.
Die SOB betreibe bereits seit 2020 einen digitalen Marktplatz mit Alturos Destinations als technologischem Partner. Kern dessen sei eine B2B-Lösung, die es touristischen Partnern wie Bergbahnen oder Museen ermögliche, ihre Produkte zu erfassen und digital verfügbar zu machen. Der Verkauf der Leistungen erfolge über verschiedene angebundene Webshops.
Nach Abschluss des 1,4-Millionen-Franken-Projekts ist auch die SBB bereit, entsprechende Möglichkeiten anzubieten. Die SOB findet das gut: "Mit diesem Ansatz des digitalen Marktplatzes als Plattform ist eine Multiplikation der Vertriebskanäle möglich", schreibt Conradin Knabenhans. Die Leistungsträger würden so in ihrer Selbstbestimmung autonom bleiben und könnten etwa die Preisgestaltung selbst bestimmen oder die Vertriebspartner autonom wählen.
Die SBB wollten unsere Fragen zum Projektumfang und zur Timeline mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht beantworten.

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