SBB sucht Übersetzungs-Tool

15. Juni 2020, 11:36
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Eine integrierte Lösung soll das Sprachen­Management und die mehrsprachige Kommunikation unterstützen.

Im Rahmen einer Ausschreibung sucht die SBB eine Softwarelösung, um das Sprachenmanagement und die mehrsprachige Kommunikation im Unternehmen zu vereinfachen. Ausgeschrieben ist im Kern eine integrierte Sprachlösung, bestehend aus einem CAT-Tool (Computer Aided Translation), inklusive Terminologie-Tool.
Bei CAT-Tools wird eine Übersetzung in der Regel vom Menschen erstellt, wobei aber Prozesse durch die Software unterstützt werden. Eine zwei- oder mehrsprachige Datenbank, das Translation Memory, ermöglicht es beispielsweise, früher übersetzte Segmente wiederzuverwenden oder einen konsistenten Sprachstil umzusetzen.
Wie aus der Ausschreibung der SBB weiter hervorgeht, sollen auch Funktionalitäten für maschinelles Übersetzen enthalten sein. Hinzu kommt ein Qualitäts- und Risikomanagement.
Ziel sei es, im ersten Quartal 2021 eine Softwarelösung produktiv im Einsatz haben. Diese soll einen reibungslosen und effizienten Übersetzungs-Workflow ermöglichen, schreibt die SBB.
Die Vertragslaufzeit beträgt 5 Jahre, mit der Option sie maximal 5 Mal um je 1 weiteres Jahr zu verlängern.

DeepL für Grobübersetzungen der Mitarbeitenden

Um die Mitarbeitenden bei Übersetzungen zu unterstützen, setzt die SBB seit rund einem Jahr auf das maschinelle Übersetzungstool DeepL, das auch in der Bundesverwaltung zum Einsatz kommt. 
Vergangenen Sommer teilte das Bahnunternehmen mit, dass die digitale Übersetzungsmaschine "SBB Translate" neu auf der Software von DeepL basiere. Im Gegensatz zur DeepL-eigenen Webseite seien die Daten auf SBB Translate geschützt, die Textmenge nicht beschränkt und es könnten ganze Dokumente in den Formaten Word, Powerpoint, Excel oder PDF übersetzt werden.
Das Tool soll den Mitarbeitenden Grobübersetzungen – etwa bei E-Mails – liefern und so Arbeitsabläufe vereinfachen, hiess es in einer Mitteilung. Die DeepL- Software ersetze aber nicht den Sprachdienst der SBB, der für Texte zuständig ist, die hohe Qualität voraussetzen, viele bahnspezifische Begriffe enthalten oder sicherheitsrelevant seien. 

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