SBB-Tickets: Fehlerhafte Datenerfassung – kein Software-Fehler

30. Juli 2007, 13:06
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Die 'SonntagsZeitung' hat gestern aufgedeckt, dass zwischen 100 und 200 SBB-Automaten seit zwei Monaten massiv überteuerte Tickets ausstellen.

Die 'SonntagsZeitung' hat gestern aufgedeckt, dass zwischen 100 und 200 SBB-Automaten seit zwei Monaten massiv überteuerte Tickets ausstellen. Die Preisaufschläge liegen zwischen 20 und 33 Prozent. Grund dafür sei eine fehlerhafte Software beziehungsweise ein kürzlich erfolgtes Software-Update des Zentralrechners. SBB-Sprecherin Michèle Bamert berichtigt gegenüber inside-it.ch: "Es handelt sich nicht um ein fehlerhaftes Software-Update, sondern um eine fehlerhafte manuelle Datenerfassung." Das Verbindungssystem umfasse 150 Millionen Verbindungen. Von diesem Eingabefehler betroffen seien höchstens 952 Verbindungen.
Völlig aus der Luft gegriffen scheint zudem die Aussage Edwin Dutlers vom Verband Pro Bahn. Er sagte der 'SonntagsZeitung': "Das ist ein weiterer Fall, der zeigt, dass das Outsourcing der Informatik bei den SBB zu Qualitätsproblemen führt." SBB-Sprecherin Bamert: "Es besteht kein Zusammenhang mit dem Outsourcing der Informatik. Die fehlerhafte Datenerfassung erfolgte SBB-intern."
SBB-Spezialisten arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die Automaten zu überprüfen und die fehlerhaften Daten zu korrigieren. Die Automaten sollen voraussichtlich bis zum 9. August umprogrammiert werden. Überteuerte Billette werden von den SBB umgetauscht. (Maurizio Minetti)

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