SBB will digitales Angebot ausbauen

18. März 2016, 16:03
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Die insgesamt mehr als fünf Millionen SBB-Kunden waren 2015 zufriedener mit den Angeboten und Dienstleistungen der SBB als im Vorjahr.

Die insgesamt mehr als fünf Millionen SBB-Kunden waren 2015 zufriedener mit den Angeboten und Dienstleistungen der SBB als im Vorjahr. Doch das Unternehmen will sich nicht ausruhen: "Es bleibt noch viel zu tun", sagte SBB-Chef Andreas Meyer am Freitag vor den Medien.
Zufriedener waren die Kunden mit dem Platzangebot, der Haltung der SBB-Mitarbeitenden, der Sauberkeit in Zügen und Bahnhöfen und dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Nachholbedarf gebe es etwa im Störungsmanagement.
"Wir hatten mehr Störungen, als uns lieb ist", sagte SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi. Um gleich anzufügen: "Andere Bahnen würden den Betrieb bei so vielen Baustellen ganz einstellen." Die Pünktlichkeit wurde indes leicht kritischer bewertet. 87,8 Prozent aller Reisenden erreichten pünktlich ihr Ziel, 0,1 Prozent mehr als 2014. Der Zielwert von 89 Prozent wurde aber noch nicht erreicht.
Immer digitaler unterwegs
In Zukunft werden auch digitale Angebote immer wichtiger. Immer beliebter sind mobile Tickets: 2015 kauften SBB-Kunden täglich 34'000 Tickets via Smartphone-App - über 40 Prozent mehr als 2014. "Mit 12,3 Millionen verkauften Tickets, 14 Prozent der Verkäufe, ist SBB Mobile der grösste Bahnhof", schreibt das Bahnunternehmen im Geschäftsbericht.
Dieser digitale Bahnhof soll weiter ausgebaut werden. SBB-Chef Meyer verwies beispielsweise auf die neue SBB-App, mit der Billette einfacher gekauft werden könnten, oder die Weiterentwicklung des SwissPass.
Meyer kontert Kritik
Bei diesem Thema wurde Meyer emotional: Er verstehe die teils heftige Kritik am Datensammeln nur sehr beschränkt. "Andere wie Swisscom, Google und Co. sammeln viel mehr Daten, da stört es kaum jemanden." Die SBB sei auf Daten der Kunden angewiesen, um nicht von anderen Wettbewerbern abgehängt zu werden.
Vor zwei Wochen hatte die SBB angekündigt, die Kontrolldaten, die mit dem neuen SwissPass gesammelt werden, zu löschen. Sie kam damit einer Aufforderung des eidgenössischen Datenschutzbeauftragten nach, der die Aufbewahrung als unverhältnismässig und unnötig kritisiert hatte. (sda/mik)

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