Schaeppi: "Da schläft einem das Gesicht ein"

6. Februar 2014, 15:04
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Swisscom-Chef Urs Schaeppi berichtete heute anlässlich der Bilanzmedienkonferenz in Zürich, dass Swisscom per Ende Dezember zusammen mit den Partner-Stadtwerken schweizweit 750'000 Wohnungen und Geschäfte mit Glasfasern erschlossen habe.

Swisscom-Chef Urs Schaeppi berichtete heute anlässlich der Bilanzmedienkonferenz in Zürich, dass Swisscom per Ende Dezember zusammen mit den Partner-Stadtwerken schweizweit 750'000 Wohnungen und Geschäfte mit Glasfasern erschlossen habe. Bis Ende 2015 sollen eine Million Wohnungen und Geschäfte angedockt sein.
Zusätzlich will Schaeppi auch dem traditionellen Kupfernetz, das der Flaschenhals der Swisscom ist, mehr Schwung verleihen. Bis Ende 2015 sollen mehr als 1,3 Millionen Haushalte über das Kupfernetz Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s erhalten. Danach soll der neue technische Standard "G.fast" (sprich: Dschi-dot-fast) sogar ein Spitzentempo von 500 Mbit/s ermöglichen.
Speed auch im Mobilfunk
Auch im Mobilfunk gibt die Swisscom kräftig Gas. So decke die neue vierte Mobilfunkgeneration LTE unterdessen 85 Prozent der Bevölkerung ab, was die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen habe. "Und wir bauen kontinuierlich weiter aus", sagte Schaeppi. Bis Ende Jahr sollen es deutlich über 90 Prozent sein.
Und auch hier trat der Branchenprimus der Konkurrenz eins ans Bein: Nachdem Sunrise vor einer Woche angekündigt hatte, das LTE-Tempo im dritten Quartal mit einer technischen Neuerung auf bis 300 Mbit/s verdoppeln zu wollen, konterte Swisscom umgehend, man werde diese Aufrüstung schon im ersten Halbjahr starten.
Und dies, obwohl es noch kaum Geräte gibt, die den neuen Standard LTE-Advanced nutzen können: "Wir haben bei der Swisscom die Ambition, in Technologiethemen die Führerschaft zu übernehmen", sagte Schaeppi am Rande im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'sda'. "Wenn man mehr Leistung hat, entstehen neue Applikationen und Software, die diese Leistung brauchen." Damals bei der Einführung der dritten Mobilfunkgeneration UMTS hätten auch viele gesagt, solche Bandbreiten brauche man nie.
"Wer möchte heute noch sein Smartphone mit der UMTS-Vorgängergeneration EDGE benutzen?", fragte Schaeppi: "Da schläft einem fast das Gesicht ein." Das zeige, wie wichtig es sei, die Bandbreiten der Netze auszubauen. (sda/mim)

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