Schaffhauser Spitäler beschaffen neues KIS

4. Januar 2021, 16:20
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Den Auftrag gewann Cistec. Erneut.

Die Spitäler Schaffhausen haben den Zuschlag für ein neues Klinikinformationssystem (KIS) erteilt. Es gingen im offenen Verfahren 6 Angebote ein, es gewann das 5-Millionen-Angebot des Zürcher Anbieters Cistec.
Es handle sich um die Gesamtsumme über 5 Jahre gerechnet, ist Simap dazu zu entnehmen.
Der Erfüllungsgrad, Funktionalität und Qualität der offerierten Lösung wurden mit 60% gewichtet, Wartung und Support mit 10% und der Gesamtpreis mit 30%.
Damit setzt sich die 1995 am Uni-Spital Zürich begründete und seit 2009 am Markt erhältliche KIS-Lösung "KISIM" ein weiteres Mal durch. Mit exakt derselben Gewichtung der Zuschlagskriterien entschied sich im September 2020 die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) für 3,1 Millionen für Cistec und im November das Kantonsspital Glarus für 2,1 Millionen Franken.
Zudem gewann Cistec, CEO ist der frühere Spitaldirektor des Kantonsspitals Frauenfeld Andreas Kundert, 2020 auch die Ausschreibung des Zürcher Stadtspitals Waid und Triemli (10,5 Millionen Franken) und beim Kantonsspital Winterthur (9,1 Millionen).
In allen diesen WTO-Ausschreibungen gingen jeweils 5 bis 8 Angebote ein. Die Frage ist, ob sich hier eine "heimliche" Konsolidierung des Deutschschweizer KIS-Marktes abzeichnet. Das könnte möglicherweise kantonal sogar Sinn ergeben, allerdings ist uns kein deklariertes Ansinnen oder Konzept bekannt. Es wird sich zeigen, inwiefern die Anzahl der Angebote in ähnlichen Ausschreibungen gleich bleiben wird oder sinkt.

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