Scharmützel im HP-Verwaltungsrat

6. September 2006, 08:50
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Wie das 'Wall Street Journal' berichtet, ist es im Verwaltungsrat von HP zu einem Eklat gekommen.

Wie das 'Wall Street Journal' berichtet, ist es im Verwaltungsrat von HP zu einem Eklat gekommen. George Keyworth, einer der Verwaltungsräte, wurde vom Gesamt-VR wegen angeblichen Indiskretionen, die bei einer Untersuchung zum Vorschein gekommen sein sollen, um den freiwilligen Rücktritt gebeten. Er weigerte sich aber mit der Begründung, er sei von den Aktionären gewählt worden, nicht vom VR. Nun soll er bei der nächsten Aktionärsversammlung vom VR nicht zur Wiederwahl vorgeschlagen werden. Aus Protest gegen die Methoden, die bei der Untersuchung angewendet wurden, trat aber dessen Freund Tom Perkins per sofort aus dem Verwaltungsrat zurück.
Gemäss 'Wall Street Journal' handelt es sich bei der Affäre um ein "Nachbeben" im Zusammenhang mit der plötzlichen Absetzung der damaligen HP-Chefin Carly Fiorina vor rund anderthalb Jahren.
Damals waren der Presse mehrmals Details aus den Besprechungen des Verwaltungsrats zugesteckt worden. Der HP-Verwaltungsrat heuerte daraufhin Privatdetektive an, um die Quellen der Lecks zu finden. Dabei scheinen auch zweifelhafte Methoden angewendet worden zu sein. Unter anderem sollen sich die Ermittler unter dem Namen von Leuten, die sie ins Visier genommen hatten, bei Telefongesellschaften gemeldet zu haben, um an die Telefonaufzeichnungen dieser Personen heranzukommen. (hjm)

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