Scheer, Kagermann und Co. wollen Internetminister für Deutschland

8. November 2016, 11:00
  • politik & wirtschaft
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Im Vorfeld des 10.

Im Vorfeld des 10. Nationalen IT Gipfels in Deutschland haben namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft ein Thesenpapier zur Digitalisierung in der Bundesrepublik vorgelegt. Das "Saarbrücker Manifest für einen Digitalisierungsruck in Deutschland" will, dass sich das Land für die Digitalisierung rüstet. Dazu würden unter anderem Internetminister auf Bundes- und Landesebene benötigt. Diese sollen sich ähnlich wie ein Chief Digital Officer eines Unternehmens um die Koordination aller Fragestellungen zur sinnvollen Nutzung des Internets kümmern.
Die Urheber stellen Forderungen an die Protagonisten in den Bereichen Politik, Forschung, Wirtschaft, Verbände und Sozialpartner. Sie wollen aber auch die Gesellschaft als Ganzes in die Pflicht nehmen. Es ginge darum, "im internationalen Wettlauf einen vorderen Rang zu belegen", lässt sich im Papier nachlesen. Dies sei aber nur erreichbar, wenn ein "Digitalisierungsruck" durch alle Bereiche der Gesellschaft ginge, "der mit massiven Investitionen, bewusster Risikobereitschaft und disruptiven Veränderungen der Rahmenbedingungen einhergeht".
Die Unterstützer des Manifests sind Mitglieder des zwölfköpfigen Feldafinger Kreises, der sich für die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft einsetzt. Namentlich unterstützen auch einige in der Schweiz bekannte IT-Schwergewichte und -Veteranen das Anliegen: Reinhold Achatz, CTO bei Thyssenkrupp; Heinrich Arnold, Chef der T-Labs; Manfred Broy, Gründungspräsident des Zentrums Digitalisierung Bayern; Wolfram Jost, CTO der Software AG; Henning Kagermann, Mitgründer von SAP und heute Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften; August-Wilhelm Scheer, Gründer Scheer Holding sowie Wolfgang Wahlster, Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Scheer und Wahlster sind die Verfasser des Manifests. (ts)

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